Vízügyi Közlemények, 1932 (14. évfolyam)

2. füzet - XII. Kisebb közlemények

20 Hochwasser zu tun. Infolgedessen wurde die Deichanlage an 5—6 Stellen durch­gebrochen und das Hochwasser überschwemmte mehr als 100.000 Katastraljoch Boden. Der Verfasser schildert in vorliegender Mitteilung einen dieser Damm­brüche wie es ihm vom Oberingenieur des dortigen Deichverbandes erzählt wurde und erläutert den wahrscheinlichen Vorgang an zwei Abbildungen. Dieser Dammbruch — ein typisches Beispiel des sogenannten Bodenbruches — ist wegen seines eigenartigen Ablaufes äusserst interessant und lehrreich. An der Bruchstelle wurde binnendeichs wegen der starken Durchlässigkeit des Untergrundes schon in früherer Zeit ein Fangedamm errichtet. (Abb. 1.) Zwischen dem Hauptdeich und dem Fangedamm hat sich auch zur Zeit des Hochwassers in 1926 reichlich Quellwasser angesammelt. Einige Tage vor dem Bruch trat in einer Entfernung von 10—12 m vom Fusse der Binnenböschung eine Quelle zutage, welche auch Sand mitbrachte. Auf den Quellenaustritt wurde ein Fass gestellt, welches mit einer Erdschüttung umgeben wurde. (Abb. 1.) Am dritten und vierten Tag nach der Quellenbildung zeigte sich im Fass ein wechselndes Sinken und Steigen des Wasserspiegels. Diese Erscheinung lies auf dass Entstehen eines Hohlraumes in dem Deichuntergrund schliessen. Der Weg des hier durchfliessenden Wassers wurde von einstürzenden Bodenteilen bald versperrt, bald hat wieder das Wasser die Hindernisse weggespült. Nun wurden Massnahmen zur Verteidigung getroffen. Am fünften Tag brach die Quelle in Form eines Schlammvulkanes plötzlich in die Höhe, gleichzeitig machte sich am Hochwasserspiegel ein Trichter, etwa 30 m von der Deichkrone entfernt bemerkbar, welcher sich allmählich dem Damm näherte. (Abb. 1.) Hierauf wurde eine ungefähr 10 m lange, 2 m breite Plätte zur Stelle geschafft ; der rückwärtige Teil des senkrecht zur Dammlinie gestellten Fahrzeuges wurde mit Sandsäcken beladen, um es dann in den offenbar entstandenen Riss zu versenken. (Abb. 2.) Als sich der Wassertrichter der Deichkrone schon auf 15—20 m angenähert hat, überschlug sich die Plätte ; der Vorderteil ragte in die Höhe und beschrieb die auf Abb. 2 mit den Ziffern 1—10 gekennzeichnete Bahn, wobei das Fahrzeug versank. Nach einigen Minuten tauchte es binnendeichs mit dem Boden nach oben gekehrt wieder auf. Der Damm stand noch einige Minuten lang, dann aber begannen an der Krone Risse aufzutreten. Hierauf brach der Deichkörper plötzlich in einer Länge von 8—10 m ein, versank in die Fluten und das Wasser überströmte den Polder. Der Riss erweiterte sich alsbald auf 80-—100 m und es bildete sich entlang der Durchbruchstelle ein Kolk, dessen Tiefe vom Hochwasserspiegel gemessen 24 m betrug. 2. ERGÄNZENDE BEMERKUNGEN ZUR STUDIE „NEUERE WILDB ACHVERB AUUNGEN' 1. Von: ÁRPÁD TRÜMMER. Durch eine Bemerkung veranlasst, die eine im vorigen Heft unserer Mit­teilungen veröffentlichte Studie des Verfassers betreffend ihm zugeschickt wurde, gibt er ausführlichere Umschreibungen der mit dem Arbeitsvermögen des fliessenden Wassers zusammenhängenden Begriffe bei gleichzeitiger Anführung der bezug­habenden Formeln.

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