Vízügyi Közlemények, 1932 (14. évfolyam)
2. füzet - XII. Kisebb közlemények
13 und Iß.) nur in dem Falle zu verhüten sind, wenn der Unterwasserspiegel stets jene Höhenlage besitzt, bei welcher ein Abfluss des Schuszstrahles an der Oberfläche gesichert ist. (Abb. 156 und 17.) Es ist eine interessante Erscheinung, dass bei Wehren mit erhöhtem, ebenem Schussboden, insbesondere im Falle leichtbeweglichen Flussbodens eine zeitweise Änderung der Lage des Strahles zu beobachten ist. Der Strahl fliesst einmal an der Fluszsohle ab, wobei tiefe Kolke entstehen, dann kehrt er — wenn die Kolktiefe einen gewissen Grenzwert erreicht hat — wieder an die Oberfläche zurück. Im letzteren Fall bildet sich unterhalb des Strahles eine lange Grundwalze, die zufolge ihrer flussaufwärts gerichteten Bewegung die entstandenen Kolke grösstenteils wieder verlandet. Sobald die Auflandung des Kolkes eine gewisse Höhe erreicht hat, taucht der Strahl wieder in das Unterwasser, um seine Spülarbeit von neuem zu beginnen. Dieses Wechselspiel dauert so lange, bis im Bett hinreichendes Geschiebematerial zum Auffüllen der Kolke vorhanden ist. (Abb. 16—17.) Bei Wehren mit auf Flussbodenhöhe oder unterhalb derselben liegendem Schussboden ist die Auskolkung des Grundes stets von der Art des Wechselsprunges abhängig. Beim reinen Wechselsprung ohne Deckwalze tritt zufolge des schroffen Überganges des Schuszstrahles vom glatten Schussboden auf die rauhe Sohle ein steiler Aufsprung desselben ein, wobei der Strahl noch mit ziemlicher Geschwindigkeit wieder untertaucht (Abb. 18a und 19) und hier in unmittelbarer Nähe des Wehres tiefe Kolke verursacht. Der Wechselsprung mit freier Deckwalze erzeugt schon minder tiefe Kolke — wie dies die Versuche ergaben —,da diese Fliessart mit den grössten Energieverlusten verbunden ist. (Abb. 18 b. und 20.) Beim Wechselsprung mit gestauter Walze nimmt die Kolktiefe wieder zu und zwar im gleichen Sinne mit der Änderung der Unterwassertiefe, weil bei dieser Abflussart die freiwerdende kinetische Energie grösstenteils durch Reibungsarbeit an der Sohle verbraucht wird. Der sich bei Wehren mit erhöhtem Schussboden in Zeitabständen wiederholende Wechsel des Strahlbildes lässt sich bei leichtbeweglichem Flussgrund auch hier beobachten. (Abb. 21—24.) Bei graphischer Darstellung der bei den Versuchen mit tieferliegendem Schussboden erzielten Ergebnisse erhalten wir die in Abb. 25 eingezeichneten Linien 1 und 2, die auf eine enge Beziehung zwischen Unterwassertiefe und Kolktiefe hinweisen. Sie lassen den Wechselsprung mit freier Deckwalze — da mit geringster Kolkbildung verbunden — als die günstigste Abflussart erkennen. Auf Grund der an älteren Wehren gemachten Erfahrungen, als auch auf Grund von Versuchsbeobachtungen trachtet man in neuerer Zeit der Beschädigung des Flussgrundes und somit der Wehre nicht durch Verlängerung des Schussbodens vorzubeugen, sondern man ist bestrebt, den Schussboden in jener Höhenlage anzuordnen, bei welcher sich die den Kurven der Abb. 25. entsprechende günstigste Abflussart, der Wechselsprung mit freier Deckwalze einstellt. Diese zweckmässige Höhenlage des Schussbodens lässt sich folgenderweise ermitteln : Die Abflussmenge q und die ihr entsprechende Unterwassertiefe t f sind, uns bekannt, die Tiefe des am Schussboden abfliessenden Schuszstrahles (t 0) lässt sich aus der bekannten Überfallhöhe, oder aus der Schützenöffnung und dem Einschnürungsbeiwert feststellen. Die Ermittlung der der Schuszstrahltiefe t 0 entsprechenden Höhe des Wechselsprunges — der Unterwassertiefe t a — kann mittels der Formel Nr. 10 a erfolgen. Im Falle nun t f^> t u, d. h. wenn die tatsächliche Unterwassertiefe (t f) grösser ist