Vízügyi Közlemények, 1932 (14. évfolyam)
2. füzet - XII. Kisebb közlemények
12 V III. SICHERUNG DER FLUSZSOHLE GEGEN AUSKOLKUNGEN BEI STAUWEHREN. Von : Dr. Ing. JÓZSEF EINWACHTER. Die Versorgung ausgedehnter Gebiete mit elektrischer Energie aus einer Über landzentrale, brachte einen Aufschwung im Bau von Wasserkraftanlagen. Angesichts der sehr ansehnlichen Baukosten der Stauwerke musste aber nach Lösungsarten gesucht werden, die aus statischen Gesichtspunkten einwandfrei, dabei aber wirtschaftlich sind und die geringsten Erhaltungskosten erfordern. Modellversuche ermöglichen es heute, die inneren Bewegungsvorgänge im Wasser zu beobachten und dadurch die der Eigenart des Flusses am meisten zusagende Anordnung der Wehre zu finden. Immerhin erspart man viel überflüssige Arbeit und Auslagen, wenn man sich schon bei der Projektierung über die Abflussart des Wassers an dem zu errichtenden Wehr im klaren ist. Es ist eine bekannte Erscheinung, dass das Wasser durch den Absturz über den Wehrkörper oder beim unter Druck erfolgenden Ausfluss unter bewegliehen Schützentafeln in der Regel mit einer, die Wellengeschwindigkeit (]/ gt) übersteigenden Geschwindigkeit am Wehr abfliesst, also in schiessenden Fliesszustand übergeht, um dann über dem Sturzboden oder unterhalb desselben im Flussbett bei Bildung eines Wechselsprunges wieder einen ruhigeren, strömenden Fliesszustand anzunehmen. Nach seiner äusseren Form unterscheidet man : den reinen Wechselsprung ohne Deckwalze, den Wechselsprung mit frei aufliegender Deckwalze und den Wechselsprung mit gestauter Deckwalze, oder einfach den gestauten Wechselsprung. (Abb. 6.) Welcher von diesen drei Arten in Erscheinung tritt, wird bei gleichbleibenden q und t lediglich durch die Unterwasserspiegellage bedingt. Die Höhe des Wechselsprunges mit freier Deckwalze lässt sich auf Grund des Satzes von der Bewegungsgrösse (Impulssatz) mittels folgender Formel errechnen : Bei Wehren mit Sturzboden über Sohlenhöhe kann der Wechselsprung auch eine andere Erscheinungsform annehmen. (Abb. 11 c-d.) Wenn nämlich beim Fliesswechsel mit gestauter Deckwalze — es ist dies die untere Lage des abstürzenden Strahles — das Unterwasser allmählich aufgestaut wird, hebt sich bei einer gewissen Grenzhöhe des Unterwasserspiegels der Schuszstrahl aus seiner unteren Lage plötzlieh zur Oberfläche und fliesst dann bei Wellenbildung dortselbst ab. (Abb. 12. und 13.) Diese kritische Höhe lässt sich ebenfalls auf Grund des Satzes von der Bewegungsgrösse mittels der Formel t\—t u\\h+(t o±z)Y + 4t ok o\ + 4t\k o--=0 12. ermitteln. Versuche, die im Jahre 1926—27 im Karlsruher Flussbaulaboratorium vom Verfasser ausgeführt wurden, 1 haben bestätigt, dass bei erhöhtem, ebenem Schussboden die an dessen Ende eintretenden gefährlichen Auskolkungen (Abb. 15a 1 Siehe : Einwachter : Wehre und Sohlenabstürze. München, Oldenbourg, 1930.