Mészáros Vince: Széchenyi István és a vízgazdálkodás (VÍZDOK, Budapest, 1974)

Idegen nyelvű összefoglalás

schlossenheit wider das Tragen der öffentlichen Laoten bei der Mehrheit des niederen Adels und nationale Entfremdung beim Hochadel kennzeichneten die ungarische Realität dieser Zeit. So sah sein Heimatland 1825 der in die Öffentlichkeit tre­tende junge Graf, welcher während seines 16 Jahre dauern­den Militärdienstes, teils in den napoleonischen Kriegen, teils auf planmässigen Studienreisen ganz Europa durchwandert und sich mit unermüdlicher Ausdauer au&gebildet hat, mit dem heissen Wunsch im Herzen, etwas für sein Vaterland, für sein Volk zu leisten. So, wie er es sich schon als Kind vorge­nommen hatte. Zu seiner Muttersprache eignete er sich die deutsche, la­teinische, griechische, französische, italiensche, englische und sogar die türkische Sprachee an. Wo immer er sich aufgehal­ten hat, beobachtete und notierte er alles Gesehene und er­wog dabei, was davon nutzbringend zum Wohle seiner Heimat umgesetzt werden könnte. Besonders interessierten ihn die Ergebnisse und grossen Leistungen der Technik. Am 2. August 1825 notierte er in Frankreich, am Ufer des grandiosen Canal du Midi in sein deutscher-sprachiges Tage­buch folgende Zeilen: »Ist es auch böse — wenn unser Puls bey dem Augenblick eines solchen Werkes — zu dessen Vollendung so viele Festig­keit und Beharrlichkeit des Willens erfordert ward — heftiger wie gewöhnlich schlägt? — und wenn man in dem heiligen Traum wirken und Erhabenes beginnen zu wollen, diesen merkwürdigen Ort verlässt?« Von dieser Tatenlust durchdrugen erschien er 1825 auf dem — nach langen Jahren ersten — ungarischen Landtag und wurde in kürzester Zeit eine führende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Széchenyi war sich bewusst, dass unsere Rückständigkeit in der feudalen gesellschaftlichen Struktur, in der politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit wurzelte. Den Weg zur Entfaltung suchte er in der Zivilisierung, in der Kräftigung der Wirtschaft und in der sozialen Vereinigung. Dieser Ziel­stellung dienten seine Werke, seine Initiativen auf gesell­schaftlicher und wirtschaftlicher Ebene. Die Reformbestrebungen erweckten zu jener Zeit das Miss­trauen der den kaiserlichen Absolutismus unterstützenden Regierungskreise, sowie die Opposition der ihre Standesprivi­112

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