Mészáros Vince: Széchenyi és a magyar vízügyek (VÍZDOK, Budapest, 1979)

Német nyelvű összefoglaló

STEFAN VON SZÉCHENYI UND DIE UNGARISCHE WASSERWIRTSCHAFT Die erste Hälfte des XIX. Jahrhunderts ist einer der be­deutendsten Wendepunkte in der Geschichte Ungarns, nicht nur als Übergangsperiode von der feudalen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Struktur zur kapitalistischen Produktion und bürgerlichen Gesellschaft, sondern auch als die vom Erwachen der Nation aus der jahrhundertelangen Rückstän­digkeit geprägte Reform-Epoche, in der Stefan von Széche­nyi einer der einflussreichsten Bahnbrecher und vorbild­lichsten Vorkämpfer der Reformanregungen war, die auf eine Umgestaltung der Gesellschaftsordnung und Entwicklung des Wirtschaftslebens zielten. Am Anfang, des XIX. Jahrhunderts waren eine rückstän­dige Landwirtschaft, bedeutungslose Industrie und primitive Verkehrsverhältnisse für Ungarn kennzeichnend. Einer Ent­wicklung der Wirtschaft stemmen sich die Überbleibsel der feudalen Denkweise, die auf Ausbeutung ausgerichtete Wirt­schaftspolitik des kaiserlichen Verwaltungsapparats in Wien, aber auch Kapitalmangel und fehlende Anregungskraft ver­eint entgegen. Kaum aus dem Ohnmachtszustand nach den Türken­kriegen und nach der Niederlage des von Rákóczi geführten Freiheitskrieges erwacht, zeigte das Land ein trostloses Bild. Die Wege waren fast unbefehrbar, das Wasserstrassennetz und somit die Schiffahrt sozusagen seit dem Mittelalter nicht weiterentwickelt. Mit dem versumpften Überschwemmungs­gebiet der Theiss lag etwa ein Drittel des heutigen Ungarns während des grössten Teiles des Jahres unter Wasser und Morast. Armut, Ausbeutung und Verlassenheit im Leben des ein­fachen Volkes, Mangel an Bildung und selbstsüchtige Ver­schlossenheit wider das Tragen der öffentlichen Lasten bei der Mehrheit des niederen Adels und nationale Entfremdung

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