O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 21. (Budapest, 1982)
Dely, O. Gy.: Über die morphologische Variation der Taurischen Eidechse (Lacerta taurica Pallas) 77-84. o.
VERTEBRATA HUNGARICA TOM. XXI. 1982 p. 77-83 Über die morphologische Variation der Taurischen Eidechse (Lacerta taurica Pallas) Von O. Gy. DELY Abstract: Studied was the variability of 23 metric and numerical traits as well as that of head shield and colour pattern of the body on the basis of a material consisting of 119 specimens of Lacerta tauric a Pallas originating from different localities of Hungary, Yugoslavia, Rumania and the Soviet Union (Crimean Peninsula). Comparing the variability of this species it appears that the studied characters have a smaller range than that of Lacerta vivipar a Jacquin. Wie allgemein bekannt, sind Lacerta-Arten hinsichtlich mehrerer Merkmale in grösserem oder kleinerem Masse variabel. Um über die Variabilität der auf Ungarns Gebiete vorkommenden Lacert a-Arten einen klaren Überblick zu gewinnen, gleichzeitig aber auch über die kasuistischen Zusammenhänge, die zwischen innerartlicher Variabilität und dem Grad eines möglichen Genaustausches der geographisch nebeneinander lebenden Populationen bestehen, manches aufklären zu können, habe ich mir das Ziel gesetzt, die innerartliche Variabilität aller ungarischer LacertaArten eingehend zu analysieren. Von diesem Untersuchungen möchte ich an dieser Stelle über jene berichten, die ich an Lacerta tauric a Pallas durchgeführt hatte. Die Taurische Eidechse ( Lacerta tauric a Pallas), die zu der phyletischen Gruppe der Lacerten, zu den Neolacerten gehört, wie darauf schon seinerzeit von MÉHELY (1907 a, b, 1909, 1910) hingewiesen wurde, bewohnt in Ungarn weitausgedehnte Gebiete der Grossen Ungarischen Tiefebene, sowohl im Donau-Theiss Zwischenstromland als auch in den über die Theiss liegenden Gebiete (ungarisch heisst dieses Gebiet Tiszántúl). Sie bewohnt vor allem trockenere Gebiete mit sandigem Boden. Aus Transdanubien, wo die Landschaft viel abwechslungsreicher ist, wurde die Art bisher nur aus der Umgebung des Velence-Sees (Pákozd, Komitat Fejér) nachgewiesen (FEJÉRVÂRY-LÂNGH 1943, DELY 1965, 1966, DELY & KOVÁCS 1961). Untersucht wurden 119 Exemplare beiden Geschlechts von 19 ungarischen Fundorten, von welchen die meisten im Donau-Theiss-Zwischenstromland liegen und nur drei über die Theiss (Hajdubagos, Hajdusámson, Komitat Hajdu-Bihar, am Rand der grossen Pussta Hortobágy und das Reliktgebiet von Bátorliget (= Aporliget), Komitat Szabolcs-Szatmár). Berücksichtigt wurden Als Vortrag gehalten auf der Ersten Herpetologischen Konferenz Sozialistischer Länder am 29. August 1981 in Budapest.