O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)

Keve, A.: Aus den Notizen der Forscherfahrt Dr. N. Vasváris in Kleinasien 51-68. o.

merksam, sich eine finanzielle Gegenleistung für die eingelie­ferten Sammlungen auszubedingen , wodurch dem Material auch ein höheres Einschätzen gesichert wäre; VASVÁRI aber, dem der Sinn für alles Finanzielle vollkommen fehlte, wollte davon nichts wissen, in diesem Falle auch mit der Begründung, dass er für wissenschaftliches Material, zu welchem er durch die Mitteln der Akademie, so gering diese sein mochten, gelangte, nichts anneh­men könne. Das eingesammelte Material wurde von einigen Freunden VASVÁRIs, Dr. SEBŐ ENDRŐDI, Dr. ZOLTÁN KASZAB, Dr. JÓZSEF SZENT-IVÁNYI, Dr. JÁNOS SZUNYOGHY und Dr. JÁNOS WAGNER bearbeitet und zum ma­teriellen Beistand der Akademie zur Ermöglichung einer zweiten Reise wäre es nicht gekommen, hätte sich DUDICH der Sache nicht wiederum angenommen. So wurde es aber möglich, dass VASVÁRI am 7. Mai 1937 seine zweite Reise antreten konnte. Diesmal war er nicht allein; da er kein Jäger war, führte er auf seiner ersten Reise auch keine Sammlerflinte, er war auf die Hilfsbereitschaft seiner Gastgeber angewiesen und präparierte alles selber. Nun aber nahm er sich den damals noch Universitätsstudenten IMRE PÁTKAI mit, der bereits zuhause von seiner Befähigung als tüch­tiger Beobachter, Sammler und Präparator Zeugschaft ablegte. Ge­nannter wird auf Grund seiner erhalten gebliebenen Tagebücher über den Verlauf der Forschungsfahrt selbst berichten und so will ich hier nicht auf Elnzelhetein eingehen und nur in grossen Zügen auf das Weitere der Fahrt hinweisen. Die Reisenden ver­brachten zwei Wochen in Istanbul, dann wollten sie über Ankara weiterfahren; da aber die Einreisebewilligung nach Kurdistan auf sich warten Hess, mussten sie sich zehn Tage lang in der Haupt­stadt aufhalten. Wenn die offiziellen Gänge dazu Zeit Hessen, so machten sie Ausflüge in der Umgebung, wie z.B. nach Gaz Cif­lik, auf den Dikmen /1000 m.u.d.M./, wie auch zu den Seen Mohan Göl und Emir Göl. Als dann die Bewilligung zur Weiterreise ein­traf, fuhren sie nach Adana und von dort nun schon per Auto, weiter nach Mercimek-Hara, zum Flusse Dzejhan. Nach Ablauf einer Woche waren sie wieder in Adana und setzten ihren Weg mit der Bahn nach Malatya bis zur Gestütsstation Sultan-Syu-Hara fort, welcher Ort einige Zeit zum Mittelpunkt ihres Arbeitsfeldes wur-

Next

/
Thumbnails
Contents