O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)

Kretzoi, M.: Kritische Bemerkungen zur Abstammung der Ursiden 123-132. o.

sehr wichtige Merkmale im Geb is s für die Ursidae einen ganz an­deren phyletischen Weg andeuten, als derjenige, den die von mir in I927 als Agriotheriidae aufgestellten /KRETZOI, 1929/ und später /KRETZOI, 1942, 1945/ schärfer umrissenen Familie zuge­teilten Gattungen neozoischer Raubtiere durchgelaufen haben. Der normale untere Molar eines nicht allzusehr primitiven - aber auch nicht besonders spezialisierten - Raubtieres ist aus dem Trigonid und dem zwei- bis dreihöckerigen Talonid /je nachdem sich ein Mesoconid=Hypoconulid bereits ausgegliedert hat oder nicht/ aufgebaut, /Abb, 1-2/, Diesem Grundplan folgen die Molaren der primitiven Ursidae , wie Protarctos , Helarctos , Tremarctos , usw. Als einziges spezifi­sches Merkmal Ist der Umstand bemerkenswert, dass zwischen Meta­conid de's Trigonids und Endoconid des Talonids - an der Lingual­seite - eine weite und tiefe Grube entsteht, die sonst nicht in Erscheinung tritt /Abb, 3/, Verfolgen wir die spätere Geschichte der Weiterentwicklung dieses Zahnbaues, so werden wir sehen, dass sich einerseits das Metaconid verdoppelt, indem sich vor diesem Höcker, aber ihm angelehnt ein schwächerer Höcker ent­steht, andererseits sich auch das Endoconid an der lingualen Vorderkante verdoppelt und ein - das Entoconid an Masse am Ende deutlich übertreffendes - "Proentoconid" entwickelt. /Abb, 4-5/, Durch die zunehmende Vergrösserung dieses Proentoconids wird na­türlich die Eintiefung zwischen Meta- und Entoconid schrittweise verengt. Dadurch schliesst sich die bei den Primitivformen hin­ten- innen, also zwischen Metaconid und Entoconid ihren tiefsten Punkt erreichende Talonidgrube mehr-weniger vollständig, wobei sie in der Mitte am tiefsten ist /Abb. 2-5/. j) ag Endglied in dieser Entwicklung vertritt der Höhlenbär, während Ursus denln­ri , etruscus , usw. gute Zwischenglieder abgeben. Wenden wir uns nun den Agriotheriiden zu, so können wir folgen­des feststellen:

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