O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)
Kretzoi, M.: Kritische Bemerkungen zur Abstammung der Ursiden 123-132. o.
Erstens ist das Talonid bis zu den ältesten - oligozänen - Vertretern zurück aus zwei deutlichen Höckern, dem Hypoconid und dem Entoconid aufgebaut - zur Absonderung eines hinteren Mesoconid-Hypoconulids kommt es nicht, oder hat sich dieses Element sehr frühzeitig rückgebildet. Zweitens ist das Entoconid nicht an der Hinter-Innenecke des Talonids gelegen, sondern vorne-innen, ganz an das Metaconid angerückt. Praktisch hat sich das Entoconid nicht aus dem hintereninneren Hypoconidarm abgesondert, sondern vielmehr aus der an Innenseite vom Metaconid nach hinten absteigenden Wand abgetrennt. Demgemäss sondert sich von diesem Entoconid - an Stelle eines Proentoconids - hinten ein Metentoconid von der nach hinten immer abschüssigeren Innenwand ab, um endlich etwa in der Zahnaxe hinten ihren tiefsten Punkt zu erreichen und so an dieser Stelle den tiefsten Einschnitt der Talonidgrube zu bilden /Abb. 6-8/. Endlich kommt es bei den Agriptheriiden nie zur Bildung eines Prometacond. Um das wichtigste zu wiederholen: das Talonid des Ursiden-Reisszahnes bildet also zwischen Metaconid und Entoconid den tiefsten Einschnitt der Talonidgrube, wobei dieser Einschnitt mit vorschreitender Evolution zwar verengt wird, doch nie ganz verschwindet. Ein Mesoconid-Hypoconulid schliesst die Talonidgrube nach hinten. Bei den Agriotheriiden dagegen öffnet sich die Talonidgrube immer nach hinten, an der Stelle der rückgebildeten - oder nicht entwickelten - Mesoconids, während das dicht an Metaconid herangerückte Entoconid mit dem Metentoconid eine vom Protooonid über Metaconid absteigende, hinten in der Zahnaxe endende Höckerreihe bildet. Aus diesen Tatsachen geht es klar hervor, dass die ältesten bekannten /oberpliozänen/ echten Ursiden im Bauplan des unteren Reisszahnes vom Bauplan des Agrlotherliden-Reisszahnes grundver-*