O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)

Kretzoi, M.: Kritische Bemerkungen zur Abstammung der Ursiden 123-132. o.

atena Unterpliozän eine selbständige meionocreodonte Linie ver­treten - folglich auch nicht einer parallel gelaufenen megalo­creodonten Linie entaprungen aein konnten, Verf. ging noch achärfer vor: ea wurde ftir die Gattungen Agrio- therium /= Hyaenarctos / ala Typus, ? Cephalogale , ? Aymardla /= Cynodon/ , Hemicyon , Dlnocyon , Uraavua , Lydekkerion , Indarctos , sowie damala auch für die Ailuropodiden-Gattungen Aelureidopua und Ailuropoda die Familie der Agriotheriidae aufgeBtellt /KRETZOI, 1929*. 1350/. Nachfolgend wurde zusätzlich die Gattung Agriarctoa /KRETZOI, 1942/ errichtet und in die den Hemicyoninae ala mehr raub tierart ig organiaierter Gruppe gegenüberstehende Agrlotheriinae eingestuft. Endlich 1945 wurden die Gründe, die zur Sonderung dieser Familie führten, kurz, aber deutlich ange­geben /KRETZOI, 1945: 74-76, 82/. Trotz dieser wiederholten Versuche, auf die grundsätzlich ver­schiedene phyletische Richtung der Agriotheriidae und Ursidae hinzuweisen, bzw. auf die Unmöglichkeit, eine aus der anderen abzuleiten, den Fachkreisen nahezubringen, blieb alles beim al­ten - vereinzelte Versuche unser Bestreben zu verstehen, haben es bewiesen, dass der Grundgedanke, der eine scharfe Trennung der zwei phyletischen Linien Ursidae-Agriotheriidae herausfor­derte, auch weiterhin kein Verständnis fand. Dieser Umstand bewog mich, nachfolgend - in der Hoffnung, dass die Kollegen schematischen Abbildungen mehr Verständnis schenken werden als den Beschreibungen - die scharfen Unterschiede zwi­schen den zwei Familien, folglich auch zwei phyletischen Rich­tungen darstellen zu versuchen, Ausgangapunkt dieser Auseinandersetzungen ist die Erkenntnis, dass oberflächliche Übereinstimmungen - wie verlockend aie auch aein mögen - weit nicht sichere Beweise einer Verwandtschaft sind; gemeinsame Merkmale müssen zeitlich weit zurückverfolgt werden, um nachzuweisen, dass sie nicht Konvergenzerscheinungen sind, sondern wirkliche Beweise einer Blutverwandtschaft dar­stellen. Im gegebenen Fall werden wir es nachweisen können, dass

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