O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)

Kretzoi, M.: Kritische Bemerkungen zur Abstammung der Ursiden 123-132. o.

Vertebr. Hung. XII. 1970 /71. Kritische Bemerkungen zur Abstammung der Ursiden Von Dr. M. Kretzoi Ungarische Geologische Anstalt, Budapest Die allgemein angenommene Anschauung über die Abstammung, bzw. über die phylogenetische Entfaltung der Ursiden geht auf MAX SCHLOSSER zurück /SCHLOSSER, 1899, 1902/, der 1899 für die Ar­ten Cephalogale brevirhinus HOFMANN 1887, Hyaenarctos minutus SCHLOSSER 1888, Ursus primaevus GAILLARD 1898 die neue Gattung Ursavua errichtete, bzw. dieser 1902 DEPKRET's Hyaenarctos arc­toldeus - allerdings /mit der Begründung,der Name arctoideus sei unpassend!/ Ursavus depéreti umbenannt - zufügte,, Auf diese Gattung Ursavus wurden dann die Bären einheitlich zurückgeführt . Dass der Gattungsname Ursavus durch Galeotherium JAEGER 1839 reichlich präokkupiert sei, bemerkte zwar SCHLOSSER 3 Jahre nach der Aufstellung von Ursavus /SCHLOSSER, 1902: 149-150/, scheint aber vergessen zu haben die Konsequenzen dieser Entdeckung ge­setzmässig zu ziehen. Die SCHLOSSER'sehe Annahme der Abstammung der echten Bären von miozänen Ursavus-Formen, bzw. ihren pllozänen Nachkommen, wurde allgemein übernommen. Nur zwei Einwände wurden gegen die allge­meine Auffassung geäussert; erst durch CHILDS FRICK /1926/, dann - beinahe gleichzeitig /1927/, aber von FRICK unabhängig - durch Verf. dieser Zeilen. FÜtlCK war der Meinung, dass die Gattungen Hemicyon , Dinocyon , Ursavus , Hyaenarctos /incl. Hyaenarctos s. str. , Indarctos , Lydekkerlon/ eine geschlossene Gruppe darstel­len / Hemlcyonlnae/ , die mit den Cyoninae-Amphicyoninae­Caninäe zusammen als "megalocreodonte" Typen den "meionoereodonten* Urslnae-Arctotherilnae gegenüberstehen. An Hand des ebendort neu aufgestellten Pllonarctos edensls FRICK 1926 als echten Bären dachte er nachgewiesen haben können, dass die Bären seit wenig­12 3

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