O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 11/1-2. (Budapest, 1969)

Boros, I. ; Dely, O.: Einige Vertreter der ungarischen Zoologie an der Wende des 19.-20. Jahrhunderts und die wissenschaftshistorische Bedeutung ihrer Tätigkeit 3. István (Stephan) Bolkay (1887-1930) 33-126. o.

Auf diese möchten wir in den A"bschlussworten unserer Untersu­chungen noch kurz hindeuten, und "bezüglich auf die auch im Ti­tel unserer Arbeiten für die Pflege der ungarischen Zoologie, wie im allgemeinen der Wissenschaften hervorgehobene wichtige Präge der wissenschaftgeschichtlichen Bedeutung,folgendes fest­stellen. 1. In erster Reihe und vor allen Bingen, was schon dem bearbei­teten Material entnommen werden konnte ist das, dass die zwi­schen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften bestehenden Beziehungen weitaus nicht so steif sind, wie dies früher dogma­tisch angenommen wurde. Zweifellos besteht die Richtigkeit der These, dass die Wissenschaft das Produkt der wirtschaftlichen Verhältnisse und des von ihm determinierten gesellschaftlichen Systems ist, und dass diese ihre Entwicklung fördern oder hem­men, entwickelt sich die Wissenschaft im gewissen Grade doch unabhängig von der gesellschaftlichen Ideologie. Dies bezeugt nicht nur der Entwicklungsverlauf der ganzen Chemie und Physik, "1 OA sondern auch die qualitativen Veränderungen in der Biologie. Die Entwicklung dieser wird nämlich in erster Linie von den ob­jektiven Tatbestand liefernden Gesetzmässigkeiten und deren Entwicklungsstufe bestimmt; die gesellschaftlichen und revolu­tionären Ideologien,berühren nur die „weltanschauliche, philo­125 sophische Seite" der Wissenschaften. Die sozialen Ansichten MÉHELYs sind zweifellos rückständig, ja gerade reaktionär, er bleibt aber der fortgeschrittensten, wis­senschaftlich sich richtig erwiesenen und auch gesellschaftlich progressiv betrachteten Theorie, dem Darwinismus lebenslang treu. FEJÉRVÁRY, als Aristokrat schwärmt zwar hinsichtlich politischer Auffassungen nicht um grundsätzliche gesellschaftliche Verände­rungen, Revolutionen, aber als überzeugter Anhänger und Verkün­diger der biologischen Evolution,nimmt er neben dem gemässigten Portschritt Stellung. Die „ewigen Gesetzmässigkeiten" der Evo­lution und deren Auswirkungen auf die Gesellschaftsstruktur,

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