O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 11/1-2. (Budapest, 1969)

Boros, I. ; Dely, O.: Einige Vertreter der ungarischen Zoologie an der Wende des 19.-20. Jahrhunderts und die wissenschaftshistorische Bedeutung ihrer Tätigkeit 3. István (Stephan) Bolkay (1887-1930) 33-126. o.

Schlangen. Sich der Auffassung von NOPCSA anschliessend^, gibt er der Überzeugung Ausdruck, dass die Meeresschlangen von einem Meeres-Reptil ,von dem schlangenförmig aussehendem Dolichosaurus abstammen, während die Festlandsbewohner, mit dem im Eocen le­benden mächtigen allem Anschein nach - wie im Falle der vorhe­rigen - auf eine Reihe von Vorfahren zurückblickenden, dem tet­rapoden Urtier nächststehenden Palaeopy tho n , in genetischer Be­ziehung stehen. Die Frage ist noch ungeklärt. Es steht jedoch fest, dass die Vorfahren sämtlicher Schlangen, vierbeinige Eid­echsen waren, und wie Pachyophi s und Mesophi s beweisen, Tiere von kleinerer Gestalt. Die Degeneration der Extremitäten, das allmähliche verschwinden dieser während der Evolution, lässt sich so bei den Landschlangen wie bei den Meeresbewohnern auf andere Umgebungsverhältnisse zurückführen. Bei den erster en führte das „schlängelnde" Bewegen zwischen Steinen, Pflanzen, Asten, Sträuchern, bei den letzteren das fortwährende Schwim­men, die Wallungen und das Sinken zur Verlängerung des Körpers, so dass die deswegen überflüssig gewordenen, verkümmerten Füs­se , bzw. zu Flossen umgewandelten Füsse schliesslich gänzlich verschwanden . ^ Es ist kaum zu bezweifeln, dass all diese Feststellungen,- die auf Grund von sorgfältigen Analysen der morphologischen Eigen­schaften eines mangelhaften Fundes erfolgten,nicht nur auf aus­gezeichnetes zoologisches Talent und Blick, sowie scharfe Logik hinweisen, sondern auch auf eine rege schöpferische Phantasie. 68 In einer 1915 erschienen Arbeit , in welcher er sich auf Grund von eingehenden Untersuchungen mit dem Skelett, und der Kopf­struktur, aber hauptsächlich mit den Knorpeln und Knochen des Gürtelapparates, des Schulter-und Beckengürtels von einigen af­rikanischen und südostasiatischen Ran a-Arten ( R. tigrin a, R . limnochari s , R. hexadactyl a) befasst , interessiert ihn nicht nur die Klärung der systematischen Stellung der fraglichen Ar­ten, sondern das auch aus systematischem Gesichtspunkt ausser­ordentlich wichtige Problem des phylogenetischen Verlaufes der Entwicklung ihres Schul ter gür tel s ( Areif er a - Firmisterni a ). Mit

Next

/
Thumbnails
Contents