O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 11/1-2. (Budapest, 1969)

Boros, I. ; Dely, O.: Einige Vertreter der ungarischen Zoologie an der Wende des 19.-20. Jahrhunderts und die wissenschaftshistorische Bedeutung ihrer Tätigkeit 3. István (Stephan) Bolkay (1887-1930) 33-126. o.

ZOOLOGISCHEN ABTEILUNG DES NATIONAL MUSETJMs war keine freie Stellung, der Direktor, Dr. GÉZA HORVÁTH, war sowieso gegen ihn und hätte seiner Anstellung nie zugestimmt. Inshesonders in den bereits revolutionären Zeiten, auf die das Zurückkehren des keine Autorität anerkennenden und deswegen von HORVÁTH als „Re­bellen" betrachteten BOLKAY fiel. In seiner finanziell aussichtslosen und schweren Lage kam ihm FEJÉRVÁRY, der jüngere, gute Freund wieder zur Hilfe. Er be­wirkte es bei seinem Onkel, dem bereits erwähnten Baron ISTVÁN BURIÁN, dass er in die Wirbeltier-Sammlung der ZOOLOGISCHEN AB­TEILUNG DES LANDESMUSEUMs von Sarajevo, wo eben eine Stelle frei wurde,als Forscher ernannt wurde. BOLKAY, der. anfänglich nicht besonders für den Gedanken einer solchartigen Gestaltung seines Schicksales sich begeisterte, nahm gezwungenerweise und auf Ermunterung seines Freundes FEJÉRVÁRY,aber hauptsächlich und in erster Linie aus Berufsliebe doch die angebotene Stelle an, und fuhr nach Sarajevo. Beim Zusammenbruch der Monarchie, im November 1918, kehrte er zwar nach Budapest zurück, aber nach dem Ausruf der Unabhängigkeit und nach dem Zustandekommen, der REPUBLIK-JUGOSLAWIENS, im November 1919, kehrte er auf Ein­ladung der jugoslawischen Regierung, wieder nach Sarajevo zu­38 rück. Er besetzte, die auch sein Schicksal besiegelnde und für ihn bestimmte Stellung, die dann er, sich der Arbeit wid­mend, als Leiter der Wirbeltier-Sammlung bis zu seinem Tode be­kleidete . III. SEINE ALLGEMEINE UND AUSFÜHRLICHE WISSENSCHAFTLICHE TÄTIGKEIT SEIN TRAGISCHES ENDE In der eben beginnenden,später aber dornenvoll gewordenen Lauf­bahn, bedeutet die Stellung in Sarajevo doch einen Wendepunkt,

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