O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 10/1-2. (Budapest, 1968)

Marián, M.: Die Amphibien- und Reptilienfaunen des Kunfehértó (Kunfehérsodasee) in Ungarn 143-162. o.

wird Ton den Froschlarven gut gezeigt. Diese leben in dem seichten Uferwasser, weil sie ihre Nahrungaansprüche hier zu befriedigen vermögen. Auch die für ihre Entwicklung nötige Wassertemperatur ist in dieser Region am günstigsten. Aber eben das Uferwasser ist das sodahaltigate, denn der Sodage­halt des Ufers gerat, wie bekannt, bei der Erhebung des Waa­aerniveaua an die Seite; und beim Sinken des Wasserstandes, der Was 3 erver damp fung zufolge, nimmt die alkalische Konzen­tration zu. (R.VÁMQSIs und J.ZSQLTs Messungen zeigen, dass der pH-Wert mit der Fortbewegung vom Tiefwasser dem Ufer zu 2 zunimmt.) Die Larven entwickeln und verwandeln sich auch in einem stark alkalischen Wasser gut (im Sommer vermag sich der pH-Wert selbst über 9,3 Grad erhöhen. ) Das ist auch durch die Stabilität der Froschpopulation demonstriert worden. Der Kunfehértó sichert, seinem ständigen Wasser und der dicken Schlammschicht zufolge, der Amphibien- und Reptilien­population eine vorteilhafte Lage für die ganze Dauer der inaktiven Zeit. Nachdem es in seinem Bett In dem ganzen Jahr Wasser gibt, sind die Mitglieder der Herpetofauna von der Gefahr der Verdorrung nicht bedroht, was fürs Fortbestehen 4 der Population von grosser Bedeutung ist. Das ständige Was­ser ermöglicht die Aktivität dieser Arten selbst in der Zeit der grössten Dürre und so geraten unsere Tiere in diesem So­daboden kaum in einen sommerschlaf-ähnlichen Zustand (HEUS­SER, 1961). 2 Mündliche Mitteilung. ^ Bei einem niedrigeren als mittelmäasigem Wasserniveau hingegen, wenn eine hohe Konzentration der gelösten Stoffe eingetroffen ist „stirbt die Fischbrut aus. So ist es in I960 geschehen, als zehn Doppelzentner Fischbruten in den See ge­legt und beinahe völlig vernichtet wurden (ANDÓ, 1964). 4 In den meisten Sodaböden des Tieflandes (z.B. auch im Fehérsee bei Kardoskut) kommt bei grosser Dürre ein sehr grosses Prozent der Amphibien um (MARIÁN, 1967).

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