O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 1/1-2. (Budapest, 1959)

Szunyoghy, J.: A nádifarkas 73-88. o.

SCHAFTLICHES MUSEUM deB UNGARISCHEN NATIONALMUSEUMS im In­ventar unter diesem Namen figuriert und dortselbst auch heu­te noch zu Behen ist.AlB wissenschaftlichen Namen dieses Tie­res hat der inventarisierende Fachmann den damaligen wis­senschaftlichen Namen des Schakals: Lupus aureu s eingetra­gen. Sehr richtig, da dieses Tier tatsächlich ein Schakal ist. Diese Eintragung beweist gleichzeitig ohne Zweifel,dase man damals den Schakal auch Rohrwolf genannt hatte. Das im MÓRA FERENC MUSEUM zu Szeged befindliche, von NAGY als Rohrwolf determinierte exemplar ist vom systemati­schen Standpunkte wertlos. Einerseits, weil es unbekannten Ursprunges ist, andererseits weil die Behaarung unter der jahrzentenlangen Einwirkung des Sonnenlichtes gänzlich fahl wurde . Die Versuche ungarischer Zoologen in den Jahren, 1883, 1887-1897, 1898 und 1902 zu Exemplaren der Rohrwölfe, oder mindestens zu deren Beschreibung zu gelangen, blieb ganzlich erfolglos. Ebenso erfolglos blieb die Bestrebung von MOJSI­SOVICS, wenigstens einen Rohrwolf zu Gesicht zu bekommen ob­wohl er hiefür wie er schrieb von 1897 zehn Jahre lang, bei­nahe jährlich die uralten Röhrichte des Drava-Dreiecks durchgestöbert hatte. Eben aus diesem Grunde ist die Behauptung NAGY* s : dass der Rohrwolf bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhun­derts auf dem Tieflande, ferner um die Gegend des Neusied­lersees und des Hanság, allgemein verbreitet war, völlig un­begründet. Andererseits die Feststellungen der Zoologen FRI­VALDSZKY, MGJSISOVICS , MÉHELY, HILZHEIMER , ÉHIK, NAGY bewei­sen es, dass der Name Rohrwolf anstatt des Namens Schakal im Gebrauch war. Als Beweis für das Vorhandensein des Rohrwe]fes und für seine Absonderung von Schakal sind die im Besitze der Fami­lie GERSBY befindlichen WolfJagden darstellenden Gemälde un­geeignet, da dieselben nur sehr schwache Kof' er. von Bildern

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