O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 1/1-2. (Budapest, 1959)
Szunyoghy, J.: A nádifarkas 73-88. o.
Der Rohrwolî Von Dr. J. Síunyoghy Zoologische Abteilung des Ungarischen National Museums, Budapest Der Autor hat die auf die ungarischen Rohrwölfe bezüglichen Daten zusammengefasst , ergänzt und überprüft. Eine naturwissenschaftlich wertvolle Beschreibung des Rohrwolfes ist uns nicht erhalten geblieben. Die älteren lückenhaften Aufzeichnungen behandeln im allgemeinen kleinere Tiere als die Wölfe. Einzig und allein MOJSISOVICS gibt die Färbung der Behaarung eines zum Fussteppich zugerichteten, seither aber bereits in Verlust geratenen Felles eines angeblichen „Rohrwolfes" bekannt aus Bellye. Ob dieser von MOJSISOVICS beschriebene Balg jener eines Schakals war, wie dies MÉHELY behauptet, oder jener eines Wolfes, kann man in Ermangelung des entscheidenden Objektes heute nicht mehr feststellen. Übrigens war MOJSISOVICS selber nicht dessen überzeugt, dass er diesen Fell richtig determiniert hat, wie ar hierauf in seiner diesbezüglichen Arbeit auch hinweist. Nach EOJSISOVICS lebte der kleinere Rohrwolf - den er irrtümlicherweise Canis lupus mino r nannte - und der grössere »gewöhnliche Wolf / Canis lupus lupu s / in ein und demselben Lebensraume. Auch diese Eehauptung beruht auf Irrtum, da im Sinne eines Grundgesetzes der Tiersystematik, zwei Subspecies einer Species auf demselben Gebiete nie nebeneinander leben können. In Ungarn ist ein einziges Exemplar eines Rohrwolfes bekannt und zwar aus dem Jahre 1083, welches in NATURWISS3N-