Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)

Oberkommandos in der Budaer Burg (heute in schlechtem Zustand), die Budaer Redoute (gemeinsam mit Aladár Árkay, seinem Schwiegersohn), in der Andrássy út wurden die Häuser Nr. 6, 9, 41, 59 und 116 nach seinen Plänen gebaut. Kauser, József (1844 —1919), Mitglied einer Pester Familie mit Traditionen im Baugewerbe. Studierte an der Technischen Hochschule in Zürich, dann in Paris. Er vollendete den Bau der Basilika in der Leopoldsstadt, der wegen des Todes von Miklós Ybl abgebrochen worden war. Er entwarf das Mietshaus des Pensionsinstituts der Ungarischen Staatlichen Eisenbahnen in der And ­rássy út 83 —85. Lang, Adolf (1848—1913), in Prag geborener Architekt. Er wirkte in Ungarn sowie in Prag, Bukarest und Wien. Seine wichtigeren Werke: Rathaus in Pécs, Unga ­risches Theater am Izabella tér in Pest (mehrmals umgebaut), Theater in Pécs und Kaschau, Kulturpalast in Szeged (gemeinsam mit Antal Steinhardt). In der Andrássy út wurden nach seinen Entwürfen das Stein-Haus, die alte Musik­akademie und die alte Kunsthalle (Nr. 67—69) gebaut. Lechner, Ödön (1845—1914), leitende Persönlichkeit der Erneuerung der Architektur um die Jahrhundertwende. Hauptwerke: Rathäuser in Szeged und Kecskemét, Budapester Kunstgewerbemuseum, Geologisches Institut und Postsparkasse in Budapest. Er plante, gemeinsam mit Gyula Pártos (1845 — 1916), dem Partner seiner frühen Werke, das Mietshaus des Pensionsinstituts der Ungarischen Staatlichen Eisenbahnen (Andrássy út 25). Meinig, Arthur (1853—1904). War aus Wien nach Budapest übersiedelt, wo er der von der Aristokratie favorisierte Architekt wurde. Hauptwerke: Wenck­heim-Palast (heute Hauptstädtische Ervin-Szabó-Bibliothek), der ehemalige Park Klub. Plante den ersten Umbau der Villa Nr. 104 in der Andrássy út. Petschacher, Gusztáv (1844 —1890). Österreichischer Architekt, der als Architekt des Radialstraßen- (Sugárúti-) Bauunternehmens nach Budapest kam und sich hier niederließ, neben Ybl der bekannteste Meister der Neorenaissance-Archi­­tektur. Seine Hauptwerke stehen in der Andrássy út: die Häuser Nr. 4, 39, 88— 90, 98, 106 (zerstört), 126. Quittner, Zsigmond (1857—1918). Zahlreiche Mietshäuser und Palastmietshäuser am Großen Ring und in der Leopoldstadt stammen aus seinem Architek­tenbüro. Sein wichtigstes Jugendwerk war der Krausz-Palast (Andrássy út 12), außerdem plante er noch die Gebäude Nr. 5,37 und in (abgetragen) in der And ­rássy út. Sein spätes Hauptwerk war der Gresham-Palast (unter Mitwirkung der Brüder Vágó). Rauscher, Lajos (1845—1914). Stuttgarter Architekt, der vor allem als Gebäude­maler und Graphiker bekannt wurde. Wirkte seit 1873 in Budapest. Sein einzig bekanntes Bauwerk ist die einstige Landeszeichenschule in der Andrássy út 71 (heute Universität der Bildenden Künste). Er machte die Sgraffito-Dekora- 68

Next

/
Thumbnails
Contents