Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)

■ Hopp Ferenc-Villa (And ratty út 103) Das benachbarte Haus (Andrássy út 103) befand sich seit 1885 im Besitz von Ferenc Hopp. (Nicht lang davor, 1877, hatte der Privatagent József Knorr die Villa durch die Firma Schubert und Hickisch bauen lassen.) Ferenc Hopp war Leiter, dann Besitzer der Optikerfirma Calderoni, wohlhabend, leidenschaft­licher Reisender und ebenfalls leidenschaftlicher Sammler ostasiatischer Gegenstände. In seinem Testament hinterließ er seine Kunstsammlung zusam­men mit seiner Villa dem ungarischen Staat zwecks Gründung eines ostasiati­schen Museums. Die Villa hat im großen und ganzen ihre alte Form bewahrt, Ferenc Hopp hatte sie 1906 — um für seine Sammlung mehr Platz zu schaffen — mit bloß je einem Zimmer pro Geschoß vergrößern lassen. Der Garten bewahrt ebenfalls seine ursprüngliche Form, mit den von Ferenc Hopp hergebrachten und hier neu aufgebauten Gartenbauten. (Er gehört zu den wenigen Gärten auf der Andrássy út, die sich nach zwei Straßen hin öffnen.) All dies beherbergt das Ostasiatische Kunstmuseum Ferenc Hopp, welches zum Kunstgewerbemuseum gehört und auch die inzwischen erweiterte ostasiatische Sammlung umfaßt. Die erste Mietvilla der Andrássy út hatte Rezső Ray, der aus der Schweiz nach Budapest übersiedelte Architekt, 1880 auf das Grundstück Nr. 105 gebaut. (Für das 462 Quadratklafter große Grundstück hatte er dem Hauptstädtischen Rat für Kommunalarbeiten 11.362 Forint bezahlt — bloß ein Zwanzigstel des Preises 48

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