Zeidler Miklós: Sportanlagen - Unser Budapest (Budapest, 2000)

Das renovierte Ferencváros-Stadion ausgebauten Turnsaal Platz. Das Klubhaus mit der darin befindlichen Gaststätte entwarf das Architektenpaar Jänszky- Szivessy. Am 12. Februar 1911 kamen ungefähr 20 000 Zuschauer zu der Eröffnung, im November fand hier schon das Spiel Ungarn - Österreich statt. Von da an wurden die Fußballspiele der Nationalmannschaft regelmäßig hier auf der Üllői út ausgetragen. Da das Lager der Anhänger stän­dig wuchs und der FTC laufend mit dem MTK (Magyar Testgyakorlók Köre = Kreis der Ungarischen Turner) rivali­sierte, errichtete man 1913 Rundtribünen, im Sommer 1924 wurde das Stadion sogar vollkommem erneuert. Mattyók entwarf damals eine 16 Meter hohe und 134 Meter lange Tribüne (in dieser Zeit wurde auch die berühmte B-Tribüne gebaut), und deren Monumentalität beeindruckte jeden. Seit dem Sommer 1927 gab es doch eine Reihe von Unfällen, brannte die Tribüne mit den Stehplätzen ab, 1935 erfaßte ein Windstoß das Dach der B-Tribüne und schleuderte es vor die Münzanstalt. (Zu der Zeit spielte übrigens der FTC auf dem Beszkärt-Platz, weil auf dem eigenen Spielfeld der Rasen erneuert wurde.) Während des Krieges wurde eben­falls die eine Tribüne beschädigt, doch zu einer echten Ka­tastrophe kam es am 4. Mai 1947, als während des Länder­spiels Ungarn - Österreich die Stehplatztribüne einstürzte. Es gab keine Toten, doch von den 250 herabstürzenden Zuschauern erlitten viele bleibende Schäden. Auch die Zeiten nach dem Krieg erschütterten den Franz­städter Turnklub. 1950 erhielt die Mannschaft den ein bißchen 36

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