Zeidler Miklós: Sportanlagen - Unser Budapest (Budapest, 2000)

im Frühling des folgenden Jahres, und zwar zusammen mit den sogenannten Tribünen, die eigentlich nur aus einigen Bänken bestanden, die geschickt in die Seite des Eisen­bahndammes eingebaut waren. Auf der Seite zur Eisen­bahn hin (...) hatte der Platz keinen Zaun (...), weil so der Eisenbahndamm sich nicht außerhalb des Platzes befand und unentgeltlich für die Tribünen mit benutzt werden konn­te“, schrieb der Architekt und Vorstandsmitglied Aladár Mattyók in einem der Jahrbücher des Vereins. Später wur­den auch Duschen gebaut - „nach Meinung der Boshaften nicht nur deshalb, um duschen zu können, sondern damit die old boys ihr Bier und ihren Wein kühlen konnten.“ Die ganz ilage wurde mit einem Kostenaufwand von 12 000 Forint gebaut, doch Antony, begeisterter Anhänger des FTC (auch Fradi genannt), erließ die Hälfte der Summe. In der ümgebung dieses einfachen Fußballplatzes blieb bis zum Schluß die familiäre Atmosphäre erhalten - die maximale Zuschauerzahl betrug eineinhalb Tausend. Die Fußballmannschaft, welche die Meisterschaften ge­wonnen hatte, nahm 1910 nach den Plänen von Aladár Mattyók den Bau der Sportanlage auf der üllői út in Angriff. In dem Stadion fanden ein 110 x 65 Meter großer, rasenbe­wachsener Fußballplatz, eine Leichtthletikbahn mit anstei­genden Kurven und eine Holztribüne mit einem darunter 35

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