Prohászka László: Der Donaukorso - Unser Budapest (Budapest, 1998)

Ruinen des Haüpteingangs des Donaüpau\stes nieren waren jedoch genau so tadellos, als würden nicht die Kanonen donnern, während sie die verschiedenen Gänge servierten. “ Einige Tage später erhielt der Donaupalast einen Volltreffer und brannte vollkommen aus. Das Ausmaß der Zerstö­rung kann man sich vorstellen, wenn bloß der Wert der Glas- und Porzellanservice, die im Lagerraum in Scherben gingen, eine Million Pengő betrug. Den anderen Stolz des Korsos, das Grandhotel Hungá­ria, traf am 14. Januar 1945 eine Bombe. Tagelang brann­te es, gemeinsam mit dem anderen eleganten Hotel, dem Vadászkürt (Jägerhorn) Ecke Türr István utca und Arany­kéz utca. Das Thonet-Haus erlitt ebenfalls schwere Schä­den, während der Sitz der Ersten üngarischen Allgemei­nen Versicherung mitsamt den Cafés im Erdgeschoß gänzlich ausbrannte. Die Dachkonstruktion der Redoute stürzte ein, die wertvolle Innenarchitektur wurde gänzlich zerstört. Nur die Hauptfassade zur Donau hin überlebte verhältnismäßig intakt. Am südlichen Teil der Hotelzeile wurde das Hotel Carlton zur Ruine, nur das Bristol entging der gänzlichen Vernichtung. Mehrere Bomben trafen den Viadukt der Straßenbahnlinie Nr. 2; am nördlichen Teil des Vigadó tér stürzte dieser vollkommen ein. Vier Tage nach der Zerstörung des Hungária traf es auch die bisher un­versehrt gebliebenen herrlichen Brücken, die die Hotelzeile einrahmten. Am 18. Januar 1945 sprengten die sich zu­35

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