Prohászka László: Der Donaukorso - Unser Budapest (Budapest, 1998)

rückziehenden deutschen Truppen die Elisabethbrücke und die Kettenbrücke in die Luft. Während der tobenden Kämpfe wurden nicht nur die Gebäude des Pester Donauufers zerstört. Als am 13. Februar 1945 die Waffen zum Schweigen kamen, lag ganz Budapest in Trümmern. Viele dachten, die Hauptstadt Un­garns würde nie wieder neu aufgebaut werden. Von 1945 bis hegte Anderenorts war noch gar nicht mit der Beseitigung der Trümmer begonnen worden, als im März 1945 fieberhafte Bauarbeiten am Vigadó tér einsetzten. Eilig wurden die Ruinen des Hangli Gebäudes abgetragen und der Zier­brunnen von Károly Senyei entfernt. An dessen Stelle wur­de in der Mitte des Platzes das Denkmal der sowjetischen Flieger errichtet, das am 1. Mai 1945 eingeweiht wurde. Es bestand aus einem Kalkstein-Obelisk, an dessen Spitze sich die Makette eines zweimotorigen Bombers befand. Darunter glänzte auf der Seite des Obeliskes zur Donau hin ein vergoldeter fünfzackiger Stern, unter diesem wieder das vergoldete Wappen der Sowjetunion. Auf dem Denk­mal war in Goldbuchstaben folgender Satz in russischer und ungarischer Sprache eingemeißelt: Ruhm den be­freienden sowjetischen Helden 1945. Das sowjetische Denkmal vor der Redoüte auf dem Vigadó tér, im Vordergrund der eingestürzte Viadukt der Strassenbahn, rechts das ausgebrannte Gebäude der Versicherung (1945) 36

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