Gábor Eszter: Budapester Villen - Unser Budapest (Budapest, 1997)

Mietüilla (1933) II., Bimbó út 39. mehrfunktionelle Wohnzimmer ist der zentrale Ort der Wohnungen; dieser L-förmige Raum wendet sich mit riesi­gen, in ihrer ganzen Breite aufschiebbaren Fenstern zum Garten hin. Sind die sechsflügeiigen Fenster zur Gänze ge­öffnet, macht das Zimmer den Eindruck einer überdach­ten Terrasse. Von der Seite schließt sich ein Balkon ans Wohnzimmer an, die etwas nach hinten gezogene Wand des benachbarten Zimmers - mit Eckfenster - führt stu­fenweise zu den Seitenfronten. Dem Äußeren nach ähnelt die Villa von Farkas Molnár (Lotz Károly utca 4/B) sehr der oben erwähnten. Auch hier beherrschen die riesigen, in ihrer ganzen Breite zu öff­nenden Fenster des Wohnzimmers die Fassade. In Molnárs Haus setzt sich die Wand der Fensterbrüstung der Wohn­zimmer in der geschlossenen Brüstung der Balkoné vor den benachbarten Zimmern fort, im Gegensatz zu der durchbrochenen, kaum sichtbaren, luftigen Lösung Koz- mas, der Metallrohr-Rahmen und Drahtgeflecht-Einlagen verwendet. Bei Molnár gibt es keinen stufenweisen Über­gang, die Hauptansicht ist von steiferer Einheitlichkeit. Die Grundriß-Lösungen weisen keine inhaltliche Verwandt­schaft auf. Das Haus in der Lotz Károly utca besteht aus zwei Teilen - in dem Block zur Straße hin gab es über­53

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