Gábor Eszter: Budapester Villen - Unser Budapest (Budapest, 1997)
Die Villa Napraforgó utca Nr. 8. ist mitsamt ihrer großen Terrasse, die gleichzeitig als Vordach dient bis heute erhalten geblieben (Lajos Kozma) hauses - gleichzeitig einen überdachten Eingang und eine sonnige Terrasse geschaffen. Am Haus von László Vágó (Napraforgó utca 13., heute 11.) wurde als einzigem in der Siedlung eine große, überdachte Loggia gebaut. Man sollte wohl erwähnen, daß bei beiden Villen von Vágó stark spürbar ist, da_ß die architektonische Grundeinstellung des Architekten noch in dem Jahrzehnt vor dem Krieg entstanden war. Seine Gebäude passen harmonisch in das Straßenbild, schlagen keine dissonanten Töne an, doch im Gegensatz zu den grenzenlos nach außen gewendeten Architektur der Nachkriegsgeneration, bewahren seine Gebäude das Sehnen nach Intimität; dies zeigt sich am greifbarsten in der Art der Verbindung zwischen innerem und äußerem Raum. Auf der von drei Mauern umgebenen Terrasse im Erdgeschoß der Villa Napraforgó utca 1. sowie in der Loggia im ersten Stock des Hauses Nr. 13 (heute Nr. 11) spürt man sogar im Freien, daß man sich in einer geschlossenen, zum Haus gehörenden Welt befindet. Gyula Wälder ist der einzige, der die von der Gartenstadt gegebenen Möglichkeiten nicht ausnützte: eine Terrasse hat er überhaupt nicht geplant, sogar die beiden Balkoné seines Hauses (Napraforgó utca 2.) mit ihrer kleinen, dreieckigen Form dienen eher der Belebung der Fassade als der Bequemlichkeit der sich hier Aufhaltenden. Die experimentelle Wohnsiedlung an der Napraforgó utca hatte sich als erfolgreich erwiesen. Sie war ein Beweis 48