Radó Dezső: Parks und Wälder - Unser Budapest (Budapest, 1992)

Der kálvária-berg Der Gipfel aus Kalkstein und Dolomit, der an Pesthideg- kút grenzt, ist nicht nur für seine Kalvarien-Statuengrup- pe und für seine märchenhafte Aussicht, sondern auch für seine wunderbare Pflanzenwelt bekannt. Über die Hagebuchen und Eichen hinaus finden wir hier auch Buchen, kleinblättrige Linden, Fraxinus Ornus, Eber­esche, Hagedorn und den platanblättrigen Ahorn, den die Förster für Unkraut halten. Seine Blätter sind im Herbst rot. Außer den Bäumen wartet eine grojße Aus­wahl von Sträuchern auf die Wanderer auf dem Kálvá- ria-Berg. Es gibt hier Spindelbaum, Holunder, Rainwei­de, Bernstein, Schneeball. Unter den Pflanzen mit nicht holzigem Stengel findet man Rispengras, Schwingelar­ten, Hahnenfluß, Storchschnabel, Waldlenkoje, Klema­tis, Ehrenpreis und Waldmeister. Der LÁTÓ-BERG Man kann den Látó-Berg am leichtesten von der End­station der Linie 11 aus erreichen, die am Batthyäny- Platz abfährt. Von hier kann man zum auf dem Berg gebauten Ärpäd-Aussichtsturm spazieren. Auf diesem Aussichtsturm verstehen wir, warum dieser Berg Aus- sichts- bzw. „Guggerberg“ genannt wird. Von diesem Punkt aus, der zum Glück noch nicht bebaut ist, eröffnet sich ein wunderschönes Panorama von Budapest. DER HÁRMASHATÁR-BERG Vom Ärpäd-Aussichtsturm auf dem Látó-Berg kann man innerhalb einer halben Stunde unter Laubbäumen und Tannenbäumen zum Fenyőgyöngye Restaurant spazieren. Wenn wir das Restaurant erreicht haben, sind wir am Härmashatär-Bergfuß. Der Berg hiejß früher „Mogyorós“ (Haselnuß-Berg), sicher wegen seinen Ha­selnußbüschen. Später begann man ihn Hármashatár- Berg zu nennen (Dreigrenzen-Berg), weil er sich an der Grenze von Óbuda, Buda und Pesthidegküt befindet. Auf den 497 m hohen Berg aus Dolomit und Kalkstein kann man zu Fuß gehen oder mit dem Bus Mr. 65 fahren. Der Berggipfel bietet ein wunderschönes Pano­rama, und wir können die Pester-Tiefebene bewundern. Vom Berghang können wir die Übungen der Segelflug­zeuge und der Drachenflieger beobachten. Auf dem Berg wachsen Eichen, Linden, Schwarzkie­47

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