Adamkó Péter - Dénes György - Leél-Őssy Szabolcs: Die Höhlen von Buda - Unser Budapest (Budapest, 1992)
Aussichtsturm des János-Berges, darunter der Feenfels von Zugliget. Dabei handelt es sich natürlich durchwegs um Tropfsteine. Zwischen einigen kleineren Erbsensteingebilden sehen wir eine gemeißelte Aufschrift aus dem Jahre 1907 (Der Schwitzende). Kehren wir zur Verzweigung zurück, so gelangen wir an der Treppe vorbei in die gleiche Richtung gehend in den Theaterraum und auf die Bühne. Unterwegs lohnt sich ein Blick in die Hexenküche, in der sich die schönsten Kugelnischen der Höhle befinden. Wenn wir durch das niedrige Tor die Bühne betreten, erblicken wir an der rechten Wand einen glitzernden Kalzitgang und darüber die 1—2 cm starken scheibenförmigen, in der Mitte etwas hervortretenden Überreste von Num- muliten, den Tierchen, nach denen das Gestein benannt ist. Von der Bühne führt eine Eisenleiter unter dem anscheinend labilen, hängenden Felsen mit dem Namen Stein des Damokles hinab. (Von diesem Gebilde erzählen die Führer verschiedene aufregende oder geradezu schlüpfrige Geschichten.) Wenn wir unten im Zuschauerraum angekommen sind, sollten wir rechts oben den Dolch mit dem eiförmigen Griff und links die treueste Zuschauerin des Theaters, die Dame im Rokokokleid, ansehen. (Natürlich handelt es sich bei beiden um Tropfsteingebilde.) Vor uns befindet sich der Hotausgang des Theatersaales, durch dessen Spalt 1980 und später der größere, neue Abschnitt der Höhle entdeckt wurde. Nachdem wir nach rechts abgebogen sind, gehen wir unter der Steinfledermaus mit den ausgebreiteten Flügeln durch (es handelt sich dabei um zwei nebeneinander befindliche Kugelnischen). Durch die Versenkung hindurch können wir noch auf die Bühne zurückblicken. Wenn wir nach links abbiegen, gelangen wir in den eindrucksvollsten Abschnitt der Höhle, dem 50 m langen, etwa 15 m hohen und 1—2 m breiten Langen Korridor, an dessen Seitenwänden sich schöne Lösungsformen und Kalzitgänge befinden. Am Korridorende sind Kratzspuren an der Wand: damals hatte sich der schwergewichtige Entdecker durch die schmale Öffnung in der dicken Tonfüllung durchgezwängt. Daher kommt die Bezeichnung: Scholtz-Probe. Von hier, aus einer Tiefe von 30 Metern, gelangt man über die verhältnismäßig breite und bequeme Treppe der Pharaonen zur Hühnerleiter. Diese 1990 augsgetauschte Eisenleiter ist bei den Kindern besonders beliebt. Ganz anders verhält es sich mit der nachfolgenden Treppe der Riesen, deren 30—40 cm hohe Stufen zu dem auch noch schmal sind. Wenn man 18