Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)
Die Zahnradbahn auf den Schwabenberg (Svábhegy) Am 24. Juli 1874 startete - als dritte in Europa - die Zahnradbahn auf den Schwabenberg. Adolf Ágai, der selbst bei der Eröffnung zugegen war, berichtet folgendermaßen über diese erste Fahrt: Bei der ersten Ausweiche stürzte uns plötzlich Jókai entgegen, der sich als Garten- und Hausbesitzer am Schwabenberg das Recht herausnahm, die Bahn anzuhalten. „Keinen Schritt weiter ohne mich, bis ihr mich nicht auf eure Teemaschine hinauflaßt.“ Staatssekretär Ernő Holtán und der Oberbefehlshaber der Festgarde brachten lachend die Bahn zum Stehen. Über Stock und Stein, mit von Dornen zerschlissenem Umhang und Schweißperlen auf der Stirn kletterte Jókai zu uns herauf. Auf dem steilen Hang klammert sich das Zahnrad, welches sich in der Lokomotive dreht, in die Zahnleiste zwischen den Schienen und zieht so den Zug den Berg hinauf; dasselbe Zahnrad hält dann die Bahn beim Abstieg zurück und verlangsamt sie. Die Zahnradbahn bewegt sich nur auf einem Geleise, entgegenkommende Züge weichen sich aus. Frühere Schie- bebank-Ausweichen haben heute schon die gewohnten Weichen ersetzt. Zu Beginn war es sogar für die Mittelklasse nicht billig - eine Fahrt kostete 50 Kreuzer. Die Linie bis zum Schwabenberg wurde 1890 bis auf den Széchenyi-Berg verlängert. Neben der Dampflokomotive fuhr ab 1925 auch eine Lokomotive mit Benzinmotor, welche sich gut bewährte. 1926 kam auch die Zahnradbahn in den Besitz der Stadt. 1929 ging Schleppen mit Dampf und mit Elektrizität (Zahnradbahn auf den Schwabenberg) 22