Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

angebracht hielt. Wie vorher von den Pferdebahn, meinten sie auch von der Elektrischen, daß diese die Sugár út verunstal­ten würde, welche lieber den Fußgängern, Fiakern eventuell auch dem Omnibus überlassen bleiben sollte. Lange Zeit kam dann der Gedanke, eine neue Untergrund in Budapest zu bauen nicht mehr auf. 1942 entschied der Stadtrat in Nord-Süd-Richtung eine Untergrundbahn zu bauen, die Verwirklichung dieses Projektes verhinderte jedoch der verlorene Krieg. Einige Jahre war die Frage nicht mehr auf der Tagesordnung, zur Zeit des Kalten Krieges schien jedoch eine tiefliegende Untergrundbahn von Wichtigkeit. Der Bau der ersten Metrolinie zwischen dem Süd- und Ostbahnhof begann 1950 im Zeichen kriegerischer Vorbereitung, um die Bahnhöfe unterirdisch zu verbinden und die Bevölkerung im Falle eines Luftangriffs unterbringen zu können. Eine Ver­suchs-Rolltreppe funktionierte davon in Hűvösvölgy, auf wel­cher besonders die Kinder mit Freude auf und ab fuhren. Die 1954 unterbrochenen Bauarbeiten wurden schließlich 1963 fortgesetzt. Die erste Budapester Tiefbau-Untergrund - die Metro - wurde in ihrem ersten Abschnitt zwischen Süd­bahnhof und Deák tér 1970 dem Publikum übergeben. Nach­einander wurden nun die restlichen Teile fertiggebaut, ganz bis zur Endstation am Örs vezér tér. Die Übergabe der näch­sten, der Nord-Süd-Linie begann 1976, den letzten Abschnitt eröffnete man 1990. Die Beendung dieser Linie und der Bau der Remise in Káposztásmegyer wird wohl noch auf sich warten lassen. 21

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