Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)
che unserer Epoche erlauben bei einem so ernsten Werk, wie das ein Haus ist, keine solche Abweichungen, die noch geringer sind als die Mode und in der Kulturgeschichte der Zeit, bloß episodenartige Bedeutung haben. Die Bildhauer-Arbeiten an der Fassade hat, mit Ausnahme der Kompositionen um zwei Balkoné herum, Géza Maróti angefertigt, die Figuren der Wissenschaft und der Schönheit über dem Nebeneingang am József nádor tér stammen von Ödön Moiret, die Allegorien der Agrikultur und des Weinbaus am anderen Rand der Hauptfassade sind die Arbeit von Ede Teles. Die 28 Monate dauernde Bauarbeit, welche sich von 1910 bis 1913 hinzog, fanden die Zeitgenossen als zu lang. Der Grund dafür lag darin, daß für die zweistöckigen Tresore ein solch tiefer Keller ausgehoben werden mußte, der unter den Wasserspiegel der Donau reichte. Allein der Grundbau nahm ein Jahr in Anspruch. Das Gebäude ist zur Zeit Sitz des Finanzministeriums. 1912 wurde das von Albert Körössy und Géza Kiss entworfene Gebäude der 1895 in der Nádor utca 16. gegründeten Ungarischen Agrar- und Rentenbank fertiggestellt. Clnter den Budapester Banken steht diese in ihrer äußeren Erscheinung mit den zu Riesen gewachsenen Quadersteinen, ihren klassisch eingerahmten Fenstern den italienischen Renaissance-Vorbildern Vorhalle der Direktionsbüros im Stockwerk 57