Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

und Armin Hegedűs, die den zweiten Preis erhalten hatten, hätten die Lotto-Resultate auf einem ähnlichen Feld als Lichtreklame angezeigt. Die schmale Fassade hatte jeder in drei Zonen geteilt, Böhm und Hegedűs sowie Sándor Heidelberg - ähnlich der Ausführung - durch erkerartige, hervorspringende Fensternischen. Für jeden Plan ist die rein sezessionistische graphische Erscheinung charakteristisch. Das riesige Mosaikbild, welches den Giebel des Ge­bäudes ziert, ist sozusagen zum Emblem der ungari­schen Kunst um die Jahrhundertwende geworden. Die Mosaiken hatte der damals schon weltberühmte Glas­maler und Mosaikhersteller Miksa Róth selbst entwor­fen. Drei Varianten sind bekannt: auf der ersten streuen der in der Mitte stehende Erzengel und seine Gehilfen, die kleinen Putti, Geld unter die Menge. Auf der zweiten nimmt die auf dem Thron sitzende Gestalt der Patrona Hungáriáé den Platz des Erzengels ein, die charakteristi­schen Straßenfiguren werden hier von den das (Jngar- tum symbolisierenden Figuren abgelöst. Auf dem ver­wirklichten Werk wird die Figur der Patrona Hungáriáé noch mehr hervorgehoben, sie wird umgeben von den historischen Figuren der ungarischen Freiheitsbewe­gungen, unter ihnen Rákóczi bzw. Kossuth. Aladár Kármán und Gyula CJllmann, die den ersten Preis beim Wettbewerb für den Palast der Török und Kompagnon AG gewonnen hatten, entwarfen auch die Zentrale der Hermes Ungarisches Allgemeines Wechslergeschäft AG Eingang der Hermes Allgemeines üngarisches Wechselgeschäft AG, Entwurf von Aladár Kármán ünd Gyula üllmann 46

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