Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

in der Koronaherceg (Petőfi Sándor) utca 5. (um 1905). Die zeitgenössische Fotografie zeigt recht gut, wie da­mals ein elegantes Geldinstitut in der Innenstadt ausge­sehen hat, welches die Wiener Sezession und den Stil der Wiener „Weltstädtischkeif‘ einbürgern wollte. Den Eingang verzieren zwei riesige Hermes-Masken. Das älteste Geldinstitut (Jngarns war die Pester Erste Vaterländische Sparkassen-Gesellschaft Entwurf Ödön Lechners für die neüe Zentrale der Pester Vaterländischen Ersten Sparkasse Nachdem der fast ein halbes Jahrhundert alte Gebäu­deflügel von Ybl zu klein geworden war, begann man mit dem Bau einer neuen Zentrale und zwar Ecke Deák Ferenc und Váci utca. 1908 wurden folgende Architek­ten zur Herstellung eines Planentwurfes aufgerufen: Ignác Alpár, Lóránd Balogh von Almás, Alajos Hausz- mann, Dezső Hültl, das Architektenpaar Korb und Giergl, Ödön Lechner, Antal Steinhardt, Zsigmond Quittner und zwei international anerkannte Meister - Bruno Möhring aus Berlin und Friedrich Ohmann aus Wien. Die Jury war ebenfalls international: der Berliner Ludwig Heim, der Wiener Karl König, der Dresdener Paul Wallot, daneben die (Jngarn Kamill Fittier und Frigyes Schulek. Der erste Preis wurde Ignác Alpár, der zweite Dezső Hültl und der dritte Bruno Möhring zuge­sprochen. Zu den Bedingungen des Preisausschrei­bens gehörte der Entwurf einer Fassade im „traditionel­len“ Stil; so versteckt auch Lechner seinen eigenen Stil hinter barocken Formen, was er wahrscheinlich bei der Ausführung geändert hätte. Hültl hatte ein dem nicht 47

Next

/
Thumbnails
Contents