Szatmári Gizella: Das Burgviertel - Unser Budapest (Budapest, 2001)

Vierter Spaziergang HUNYADI JÁNOS ÚT - SZENT GYÖRGY TÉR (SANKT-GEORGS-PLATZ), PALASTENSEMBLE - TÓTH ÁRPÁD (BÁSTYA/BASTEI) SÉTÁNY (PROMENADE) - KAP1SZTRÁN TÉR Am Osthang des Burgberges führt die Hunyadi János út aus der Wasserstadt in Serpentinen hinauf. In der Kurve unter der Fischerbastei steht das Standbild des Türkenbe­siegers Johann Hunyadi, ein Werk von István Tóth (1903). In Erinnerung an den Sieg Hunyadis über die Türken bei Belgrad (Nándorfehérvár) läuten auf Bestimmung des Papstes Callixtus III. jeden Mittag um 12 ühr die Glocken! Erreichen wir nun oben den Dísz tér, so sticht uns auf der linken Seite ein riesiges, verfallenes Gebäude ins Auge, das einstige Verteidigungsministerium, welches den Blick auf das Palastensemble versperrt. Gehen wir nun in diese Richtung, durch die Színház utca (Theatergasse). An der Stelle des kleinen Parks stand einst ein einfaches klassi­zistisches Gebäude, welches zum daneben stehenden Kar­meliterkloster gehörte. Ende des 19. Jahrhunderts war dies Sitz der königli­chen Ingenieurkorps-Direktion, später des Feldbischofs. Da es im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde, trug man es 1951 ab. Daneben das ehemalige Karmeliterkloster und das Burgtheater. Im Mittelalter befand sich am Ort des Thea­ters die Sankt-Johannes-Kirche der Franziskaner. Hier wurde 1301 Andreas III. begraben, 1309 der Kalocsaer Erz­bischof János, später dann der Franziskanerprediger Pel- bárt Temesvári, der bekannte Verfasser von Predigtsamm­lungen und Psalmenkommentaren (tl504). Zur Tür­kenzeit konnte auch diese Kirche ihrem Schicksal nicht entgehen: das Kloster diente dem Pascha als Palast, die Kirche wurde zur Pascha Mosche. 1686 wurde sie bei der Rückeroberung von Buda zerstört. Die Karmeliten bauten sie wieder auf und weihten sie auch. Die Fresken malte György Falconer, die Kanzel war ein Werk von Károly Bebó. 1784 löste Joseph II. den Orden jedoch auf, der Statt­halterrat, die königliche Kammer, das Septemviralge- richt und andere Ämter wurden gleichzeitig aus Wien 40

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