Gerle János: Die Jahrhundertwerde - Unser Budapest (Budapest, 1993)

Achte Route (Rózsadomb) In Buda muß man für eine einzige Sehenswürdigkeit beträcht­lich mehr laufen als in Pest, deshalb beginnen wir beim wichtigsten Gebäude, nachher kann man sogar aufhören. Von der Margaretenbrücke aus fährt man mit dem Bus 91 zur Ecke Szemlőhegy utca-Rómer Flóris utca hinauf, wo sich die Schule in der Áldás utca befindet (1911-1912). Ihr Architekt, Dezső Zrumeczky, war einer der begabtesten jener jungen Künstler, die sich um Károly Kós scharten und sich zu densel­ben architektonischen Idealen bekannten. Er und ein anderes vielversprechendes Talent, Valér Mende, wurden Opfer des Ersten Weltkrieges. Dieses Schulgebäude ist Zrumeczkys Hauptwerk. Hier gelang es ihm, mit einer funktionsgerechten Gliederung, mit dem Spiel der Massen und Dachformen, aber zugleich in jedem Detail um größte Schlichtheit bemüht, ein monumentales, gleichsam aber auch Behagen und Gebor­genheit ausstrahlendes Gebäude zu erschaffen. Die Strecke des weiteren Spazierganges: Szemlőhegy utca, Ady Endre utca. Hier beweist die Doppelvilla Emil Vidors (Nr. 15-17) auf gute Weise unglaubliche Anpassungsfähigkeit. Wenn es an der Zeit war, schuf er auch in folkloristisch roman­tischem Stil Großartiges (1913). Wir gehen die Kitaibel Pál utca bis zur Keleti Károly utca hinab. Die drei Wohnhäuser unter Nr. 29-31 wurden von Komor und Jakab entworfen (1909-1910). Charakteristisch sind wohl nur der Anbau und die Gittermotive. Im mittleren, höher gelegenen Gebäude Grundschule (II., Áldás utca 1.) 55

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