Ferkai András: Moderne Gebäude - Unser Budapest (Budapest, 2009)
■ Die Vorhalle des einstigen Simplon Kinos, 1934 Architekten zu einer solch großen Arbeit gekommen? ln erster Linie durch Beziehungen, in zweiter durch Referenzen. Hören wir, was Gábor Preisich darüber sagt! „Nachdem mein Vater auch der Hautarzt der Familie Manfrréd Weiss war, und sie ihm erzählt hatten, dass sie ein Renteninstituts-Mietshaus bauen wollten, scheint es. dass mein Vater ihnen gesagt hat. sie sollten sieh meine Arbeiten anschauen und wenn es möglich wäre, sich an mich wenden. Cs kam eine Delegation, schaute sich das Haus in der Káplár utca an [das Haus hatte er 1933 für seinen Vater entworfenl, und fragte uns beide, auch Miska Vadász aus. Die Gründlichkeit des Gebäudes gefiiel ihnen sehr und wir erhielten den Auftrag in der damaligen Horthy Miklós út. Dieses wurde das Simplon Kino- Haus. Dies war meine größte Arbeit. Seither hab ich Nichts so Großes gebaut." Das als Investition der Rentenkasse des Csepeler Eisenindustrie Konzerns gebaute Mietshaus steht in der Hauptstraße des Bezirks Lágymányos, nicht weit vom Rundplatz, um den man ein-zwei Jahre später moderne Mietshäuser zu bauen begann. Das Weiss Manfréd-Haus stand nur an der Ecke einer kleinen Nebenstraße, trotzdem übertraf es seine Nachbarn sowohl in seinem Entwurf als auch in der Ausführung. Sein Grundriss war so entworfen, dass es keine auf den geschlossenen Hof blickende Wohnungen gab. Alle konnten durchlüftet werde, die Küchen und 34