Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

■ TDDSZ Art: Der letzte Atemzug dei Kommuniimud. 1989 zeption schaffen: sie kontrastieren, kontrapunktieren die Monumentalität der Kulissenmauer. Die Fassaden der beiden Gebäude zum Platz hin sind, ähnlich wie die Kulissenmauer, auch Szenerie, epochenzitierendes Bildelement, die restlichen Teile der Gebäude hingegen tragen die Stilmerkmale der gegenwär­tigen Architektur. Das Innere der beiden Gebäude „bietet etwas anderes, als der Besucher auf Grund der sozialistisch-realistischen symmetrischen, diszipli­nierten Fassade vermutet. Das Interieur beider Gebäude ist eigentlich ein Außen­raum: die Straßen, Plätze, Brücken, Gebäudeteile einer Pseudostadt" - können wir im Plan lesen. Diese beiden atmosphärischen Innenräume enthalten kul­turelle, Fremdenverkehr- und Gastronomie-Einheiten, die dazu dienen, ein längeres Verweilen hier angenehm zu gestalten und den Besuch im Statuenpark lohnenswert zu ergänzen. In den beiden neuen Gebäuden werden Ausstellun­gen im Zusammenhang mit jener Zeit, Filmvorführungen, Bücher CDs (Beit oft Communiitn) und Souvenirs die Besucher erwarten. Das wichtigste baulich-symbolische Element des Zeugenplatzes wird die Tri­büne sein: gegenüber der Fassade des Statuenparks wird die einstige Ehren­tribüne der Stalin-Statue in Originalgröße stehen, darauf der Rest des 1956 ge­stürzten Monstrums, der Stiefel. Die bauliche Rekonstruktion erfolgt nach ori­ginalen Plänen. Die Absicht des Projekts ist zweifach: „Einerseits soll durch die Größenmaßstäbe, den Fassaden — vor allem Hauptfassaden - Charakter, be­züglich der brutalen tyrannischen Monumentalität, der originale Anblick, die originale Atmosphäre zitiert werden, anderseits soll aber durch die verschiede­56

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