Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

Künstler erinnert sich folgendermaßen an jene Zeit zurück: „Die Auftraggeber waren zufrieden. Dies war keine regelmäßige Komposition ohne Verzerrungen, sie konnte nicht auf einen hohen Sockel gestellt werden, mußte jedoch vom Be­trachter getrennt werden, da sie von Nahem gesehen, verzerrt und ungeschlacht wirkte. Die Statue kam deshalb auf einen breiten flachen Sockel, da damals die Menschen dort drinnen auf so einer Insel vom Feind umgeben waren. Beim ersten Mal, als wir die Kulissenprobe abhielten, wollten sie eine io Meter hohe Statue, man konnte sie kaum davon abbringen. Ich hatte sie 2,6 Meter hoch geplant, zwischen die drei Pappeln, wo das Blutvergießen stattgefunden hatte. Zu jener Zeit waren unsere Führer noch voller Schmerz, sie wollten ein mög­lichst großes Denkmal. Schließlich konnte ich es bis zu 5 Meter herunterhan­deln. Der Größe wegen mußte ich es trotzdem woanders hin plazieren. Wir wendeten uns gegen das Parteigebäude. Was war da geschehen?! Es waren da amerikanische Filmleute, sie fragten: ist das das Denkmal der anderen Seite? [...] Wie hätte eine mit dem Rücken dahin gewendete Figur von der Rákóczi út her ausgesehen? Das war die Hauptansicht, man konnte die Statue nicht anders aufstellen." Der monumentale Granitsockel des Denkmals kann bis heute nicht abgetragen werden. Sozialistische Politiker plazierten 1991 den Grundstein eines Denkmali der Venöhnung auf den Platz. 1999 verschwand die Gedenktafel vom Grundstein. ■ Mihály Mé&zároi: Denkmal dei Budaer Freiwilligenregimenti. 1975 49

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