Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

■ Dai Plakat Robert Berettyó aus dem Jahre 1919 32. Denkmal der ungarischen Kämpfer der internationalen Brigade in Spanien (Agamemnon Makrisz, 1970) Auf der Komposition vom Néphadsereg (heute Honvéd) tér, die aus drei Bronze­figuren und grob behauenen Steinblöcken besteht, salutieren drei marschie­rende Freiwillige vor dem Andenken ihrer Kameraden, ln den Steinblöcken sind die Namen der Schauplätze der einstigen blutigen Schlachten eingraviert, wo die ungarischen Freiwilligen der internationalen Brigade im spanischen Bür­gerkrieg auf Seiten der Volksfrontregierung gegen die Frankoisten gekämpft hatten. Der Monograph des Künstlers, Gábor Ö. Pogány, ist der Meinung, daß „die schroffe Steinbarrikade, die verkrampfte Typographie des daraufgeschrie­benen Textes auf den damaligen tragischen Ausgang des ungleichen Kampfes hinweisen; der strukturelle Aufbau der standhaften Freiheitskämpfer, die un­trennbare Geschlossenheit ihres geordneten Spaliers symbolisieren eine uner­schütterliche Entschlossenheit, jenen festen Willen, der schon damals, zwischen 1936 und 1939 die fortschrittlichen Massen zu einem Bündnis zusammen­schloß." Der erhobene Arm und die zur Faust geballte Hand sind beliebte Mo­tive der Denkmalskulptur jener Epoche. Und diese rhythmische Wiederholung der puppenhaft schematisierten Figuren taucht nicht zum ersten Mal in der Kunst von Makrisz auf: sein bedeutendstes Werk, das Mauthausener Denkmal aus dem Jahre 1964, beruht ebenfalls auf diesem kompositionellen Einfall. In diesem Fall ist die Formulierung jedoch weniger gelungen, von eher komischer, denn expressiver Wirkung, so daß das Werk wohl nicht ohne Grund im Pester Volksmund der Titel „die Kugelspieler" erhielt. An seinen Ort kam 1993 das Denkmal der ungarischen Opfer der sowjetischen Zwangsarbeitslager. 43

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