Szatmári Gizella: Zeichen der Erinnerung - Unser Budapest (Budapest, 2005)
■ Imre Henszlmann. Vorsitzender dei leitenden Ausschusses der Gesellschaft der Bildenden Künste 1862 unternahm er in Gesellschaft von Ferenc Kubinyi und Arnold Ipolyi eine Reise nach Konstantinopel: Am Hofe des Sultans entdeckte er Reste der aus Ungarn verschleppten Biblioteca Corviniana. Heimgekeht führte er erfolgreiche Ausgrabungen in Székesfehérvár, Kalocsa und an der Visegráder Hauptburg aus. Alldies genügte jedoch nicht, 1865 den Posten des Direktors und Museologen des Nationalmuseums zu erhalten, obwohl er eine fachgemäße Bestandaufnahme der Sammlungen vorschlug, ihre „Regiestrierung" und Ordnung... Als 1872 der ungarische Denkmalschutz einen selbständigen institutioneilen Rahmen erhielt, wurde er hier, dann 1882 beim Landesausschuß für Denkmäler zum ersten Referenten ernannt. Seine zusammenfassenden baugeschichtlichen Arbeiten von grundlegender Bedeutung sind: Altchristliche. romanische und übergangszeitliche architektonische Denkmäler Ungarns (1876), sowie Denkmäler Ungarns im spitz- bögigen Stil. An seinen Namen knüpft sich auch die Aufstellung des Denkmal- Katasters Ungarns (die Daten hatte er durch umfassende freiwillige Arbeit gesammelt), sowie 1879 die Unterbreitung des Entwurfes eines Denkmalschutzgesetzes im Parlament. 41