Szatmári Gizella: Zeichen der Erinnerung - Unser Budapest (Budapest, 2005)

■ Der „hochbegabte Herr Erkel". General- muiikdirektor dei Opernhauiei Liszt. Darauf basiert komponierte Berlioz dann seinen Rákóczi-Marsch. (Der französische Meister soll angeblich beim Hören der Weise die schokkierende Frage gestellt haben: Gibt es überhaupt ungarische Musik??) Am 27. Januar 1844 erfolgte die Uraufführung von Láizló Hunyadi. Feinhörige konnten in einigen Abschnitten des Textbuches auf aktuelle politische Aussagen stoßen. Die be­kannte und beliebte Ouvertüre komponierte er erst später, sie wurde im Okto­ber 1845 uraufgeführt. Erzsébet Szilágyi wurde von Frau Schodel gesungen. Die berühmte La Grange-Arie entstand erst 1850. Damals trat nämlich zum ersten Mal im Pester Nationaltheater der Koloratursopran Anne de la Grange auf und für sie hatte Erkel die Bravour geschrieben. Die Sängerin sang die Rolle der Erzsébet Szilágyi in ungarischer Sprache. 1844 erklangt zum ersten Mal die beim Wettbewerb mit dem ersten Preis aus­gezeichnete Hymne, „jene erhabene Volkshymne, welche von den vereinten Lauten von Kölcsey und Erkel geschaffen wurde” — schrieb die Zeitung Honderű. 1861 war das Vorstellungsjahr des Ban Bank. Diesem Ereignis war Einiges vorausgegangen, was den Weg der Inszenierung ebnete: Der Komponist hatte 1851 der Tochter des Erzherzogs Albrecht Klavier- und Harfenunterricht erteilt, 38

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