Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)

■ Maquette der Kelentjölder Wohmíedhing schränke, Einbauküche und ein Bad ohne Fenster, mit künstlicher Belüftung. Die Innenhöhe der sonst über keinen schlechten Grundriß verfügenden Wohnungen beträgt bloß 2,54 m, was einen außerordentlich bedrückenden Innenraum erzeugt (obwohl proportioneil mit den kleinen Maßen der Räume im Einklang). Die Plat­tenfassaden mit Kieseloberfläche „belebt" auf der Straßenseite das Muster der gerahmten Fenster auf halber Höhe zwischen Treppenhaus und Trockennische, die Hofseite hingegen wird von durch Bemalung in einen horizontalen Streifen gefaßte Fenster und paarweise Loggien gegliedert. Den Plan des anderen Häuser­typs der Siedlung, des fünfzehngeschößigen Punkthauses, entwarf ebenfalls das Büro TT1 (Architekt: Zoltán Farkasdy, Statiker: József Thoma) und zwar für Gleit- verschalungs-Technologie. ln diesen Hochhäusern befinden sich auf jedem Stock acht Kleinwohnungen von 44 m. Das Ministerium für Bauwesen genehmigte 1964 die Typenpläne, die Adap­tierung konnte beginnen. Diese Arbeit führte das Büro Lakóterv durch, den Bebau­ungsplan zeichneten Zoltán Jakab und József Finta. Die Handels- und Dienst­leistungsgebäude entwarfen Éva Spiró und Zoltán Jakab, das Zentrum der Siedlung (wo ein Kaufhaus, eine Arztpraxis, eine Bibliothek, ein Restaurant, ein Café, ein Kulturhaus und ein Kino stehen sollten) entwarf István Zilahy. Die Ausführung begann im Sommer 1965 und bis 1969 waren sämtliche Zeilen­häuser, drei Punkthäuser sowie ein Großteil der öffentlichen und kommerziellen Gebäude fertig. Da begann man sich Rechenschaft zu geben, daß es zu nichts Gutem führen würde, wenn man in solch einer riesigen Wohnsiedlung nur einen einzigen Typ des Plattenbaus verwendete. Es gelang den früheren Plan des TT1 65

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