Holló Szilvia Andrea: Budapester Stadtwerke - Unser Budapest (Budapest, 2010)

■ In den Geburtemaal der Klinik hatte man sowohl Gas als auch Elektrizität eingebührt, 1899 bahnhofs werden 1200 Glühbirnen, am Westbahnhof 56 Bogenlampen strahlen. In den Springbrunnen am Kálvin tér kommen verschiedenfarbige Glühbirnen. Am Gebäude des Nationalkasinos wird das ungarische Wappen von 10 farbigen Glühbirnen geformt." Unter der Wirkung des ungeteilten Erfolgs des beeindrucken­den Lichtermeers schrieb der Budapester Magistrat einen Wettbewerb zur Elektri­fizierung aus. Auf die Ausschreibung kamen vier Vorschläge als Antwort, davon schloss die Hauptstadt 1893 mit zwei privaten Aktiengesellschaften einen Vertrag zur öffentli­chen Stromversorgung, die fast gleichzeitig ein Netz mit Gleichstrom, bzw. eins mit Einphasen-Wechselstrom in Funktion setzten. Ersteres verwirklichte die Budapester Allgemeine Elektrizität AG, letzteres die mit Mitwirkung der Firma Ganz entstandene Gesellschaft. Den Gleichstrom sicherte man durch Akkumulatoren, den Wechsel­strom durch Transformatoren. Zuerst baute die Tochterfirma des Unternehmens Ganz ihr Netz aus und lieferte vom Oktober 1893 an Wechselstrom. Die Ganz S Co Eisengießerei und Maschinen­fabrik AG hätte allein die Stromlieferungs-Konzession nicht kaufen und ausnützen können, so gründete sie mit der Union Bank und der Ungarischen Diskontbank mit einem Grundkapital von sechs Millionen Kronen das selbständige Unternehmen Ungarische Elektrizität AG. Geschäftsführender Direktor war Béla Fischer, die Sach­kenntnis garantierte als Direktionsmitglied Ottó Bláthy. Die von der Váci üt-Tisza utca-Visegrádi utca-Dráva utca umgrenzte Stromerzeugungsanalge ist heute ein 32

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