Horváth M. Ferenc - G. Molnár Péter (szerk.): Váci végrendeletek II. (1729-)1751 – 1770(-1785) - Váci Történelmi Tár 6. (Vác, 2010)
Bevezetés
192. Minderer György végrendelete 1753. október 10. Im Nahmen der allerheilige und unzertheilten Dreyfaltigkeit, Gottes Vatters, Sohns und heyliges Geistes, Amen. Ich, Georg Minderer, erwegend die menschliche Sterblichkeit und Ungewissheit der Stundt, wegen meiner Zustoßen den Ungästlichkeit habe mich entschlossen in Gegenwarth unterschriebener und darzu gebethener Herren Zeugen von allen dem Meinigend testamentirlich zu disponiren und meinen letzten Willen mit folgend zu hinterlassen, und zwar Erstens befehle ich meinen armen Seel in die Händ unsers lieben Herren, welcher sie erschaffen und erlöst hat, den Leib aber überlasse ich der allgemeinen Mutter, nemblich der Erden. Anderstem umb eine meinen Stand gebührende Begräbniß zu haben, wil ich, daß mein Leichnamb in die Grüften zu denen W. W. E. E. P. P. Dominicanern geleget werde, worüberhin sich die Unkosten bey meiner Hauswürtschaft befinden worden. Drittens. Meiner lieben Ehegattin, Maria Katharina Olardin vermög ihres hohen alters vermache ihr zweihundert Gulden Rheinisch, sage 200 Fl. Item seyed mir die Augustischen Kinder an Paaren schuldig hundertvier- tzigein Gulden, sage 141 Fl. Rheinisch, welche abgedachte meinen Ehegattin eingleichen zu gantzen haben werde. Im Fall aber von diesen abbenennten zwey Guten zur Zeit des Todesfalls meiner mehrbemahldten Ehegattin solte übrig was verbleiben, sollen über dieses die Augustischen Kinder würkliche Erben seyn. Nicht weniger solle meine Ehegattin den Meinen Weingarthen in Spinyér (Spinier), wie auch acht Eimer heurige Weinen zu ihrem Trunckh zugewiesen haben, nach dem Todesfall aber solle gedachter Weingarthen eben meinen münderischen Kindern zufallen. Viertens. Des Seelhaus Georg Minderer als meines gewesten [!] Sohns Tochter, nemblich der Katherina vermache ihr in Paaren einhundertfünf- tzig Gulden, sage 150 Fl. Rheinisch. Fünftens. Denen zwey geistlichen Söhnen als Dominicanern vermache jedem á hundertfünftzig Gulden, zusammen 300 Fl. Zugleich auch jedem auf einen neuen Habit, á fünftundzwantzig Gulden, zusammen also á fünf- tzig Gulden. Sechstens. Auf heylige Messen vor meinen arme [Seele] vermache denen fünf Kirchen, als in der Pfarr zu Sankt Michael, in der Pfarr zu Sankt Nicolaus, denen P. P. Dominicanorum, Franciscanorum und Piaristarum, jeder Kirchen zu vier Gulden, in allen 20 Fl. 98