Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAUNA D. UNG . TERTIÄRS. 93 gelhaften Cancer, welcher dem aus Stein (Krain) ebenfalls aus Leithakalk beschriebenen Cancer carniolicus BITTN. * am nächsten steht, jedoch da­mit nicht indentificirt werden kann. Der Erhaltungszustand ist aber ein derart schlechter, dass diese Form nicht als neue Art beschrieben werden kann, bis nicht auf Grund besser erhaltener Exemplare sich die Charak­tere näher bestimmen lassen. Hier verbreite ich mich nur über jene Cha­raktere, welche meine Form von carniolicus trennen. Besonders lassen sich bei meiner Form jene Charaktere beobachten, welche sich auf die Vertheilung der Cephalothoraxregionen beziehen. Die Furche, welche die Cardiacal- und Gastrairegionen begrenzt, endigt an dem vorderen Theil des Cephalothorax unmittelbar an der Aussenseite des, die Augenhöhle von aussen begrenzenden dornartigen Zahnes, und es reicht so die Hepa­ticalgegend ganz bis zur Augenhöhle, während bei carniolicus die vordere Gastrairegion vorn viel breiter ist; ausserdem endigt jene Furche, welche die vordere Gastrairegion nach aussen zu begrenzt, nicht neben dem Aussenrande der Augenhöhle, sondern noch ausserhalb des ersten paarigen Dornes, wodurch die Hepaticalregion bei carniolicus relativ kleiner als bei dem Baranyaer Exemplar und auch viel mehr nach hinten geschoben ist. da sie nicht ganz bis zur Augenhöhle reicht. Nachdem bei dem Baranyaer Exemplar die Hepaticalregion, welche nicht grösser als die von carnioli­cus ist, stark nach vorn geschoben ist, bleibt natürlich zur Ausbildung der vorderen Branchialregion mehr Baum und thatsächlich folgt nach der, beide Regionen trennenden breiten Furche bei dem Baranyaer Exemplar eine grossere Branchialregion als bei carniolicus. Bei dem Baranyaer Exemplar lassen sich die Ränder zierenden Dor­nen nicht studiren, da bald nur die Steinkerne dieser Dornen vorhanden, bald nur die Abdrücke sichtbar sind, zuweilen aber der Rand vollständig fehlt. Bei dem Baranyaer Exemplar ist der Frontalrand mit vier dorn­artigen Zähnen geziert, von denen zwei die Augenhöhle von innen begren­zen, zwei dagegen sich auf dem Stirnrande befinden, welch' letztere bei carniolicus durch einen einzigen vertreten werden. An meinem Baranyaer Exemplar sieht man auch den Abdruck eines guten Theiles der rechten Hand, an welchen man deutlich ausnehmen kann, dass sich in der Mitte der Aussenseite der Hand, in der Richtung des Längendurchmessers zwei parallel verlaufende Knotenreihen befinden, deren dicht stehende Knoten sehr klein und spitz sind. Fundort : JOHANN BÖCKH sammelte den hier beschriebenen, mangel­haften Steinkern, welchem die folgende neue Art in vielem ähnlich sieht, * Í884 Cancer carniolicus BITTN. Beiträge zur Kenntniss tertiärer Brachymen­faunen. (P. 27. Tab. I. Fig. 8 und 9.)

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