Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

94 Di LÖRENTHEY. südwestlich von der im Com. Baranya liegenden Gemeinde Szabolcs aus dem. in dem sich gegen Puszta-Bogát zu ziehenden Graben, aufgedeckten Leithakalk. 7. Cancer Szontaghi nov. sp. (Tab. VIII. Fig. 4a—d.) Diese neue und ausserordentlich elegant sculpturirte Art, welche am nächsten zu Cancer caniolicus BITTN. und dem in den vorgehenden Blät­tern geschilderten Cancer cfr. carniolicus BITTN. steht, findet sich in dem Leithakalk von Tasádfő, im Com. Bihar. Meine Form ist aber im Ganzen grösser, rundlicher und prächtiger, als die erwähnten zwei Formen ; der Hinterrand dagegen weicht in seiner Ausbildung von jedem der bisher be­kannten Cancerarten ab. Ich kann die Charaktere meiner Art in dem Folgenden zusammen­fassen. Der Cephalothorax ist elliptisch, viel breiter als lang und sowohl der Länge als der Breite nach schwach convex. Die Breite beträgt 47 mm, die Länge 34 mm, und so das Yerhältniss der Dimensionen = 1*38 : 1. Der Vorderrand, dessen Länge an den beiden Zähnen der Aussengrenze der Augenhöhle gemessen 22 mm beträgt, ist mit vier spitzen Zähnen ge­schmückt, von zwei, die die Augenhöhle von innen begrenzen, zwei sich dagegen zwischen denselben befinden. Die Augenhöhle ist relativ gross (5 mm), eiförmig; der Augenhöhlenrand ist stark gegliedert und-zwar in der Weise, dass das superciliare Segment so gross ist, dass es die Hälfte des ganzen Augenhöhlenrandes ausmacht und der Band noch mit grossen Höckern besetzt ist ; die den prä- und extraorbitalen Theil bildenden Segmente dagegen bilden spitze Dornen. Der Augenhöhlenrand ist hinten von keiner Furche begrenzt. Der schwach gebogene Vorderseitenrand, dessen Länge, an den Dornen gemessen, 26 mm beträgt, ist mit vier Paar Dornen derart geschmückt, dass diese Lappen oder Dornpaare sich nach hinten zu fortwährend verstärken. Diese zweitheiligen Lappen sind in der Weise entwickelt, dass der Vorderdorn des Lappens immer schmal spitz ist, während der hintere breit, mit mehreren kleineren Dornen und Höckern bedeckt ist und so verzweigt erscheint. Nur der erste Lappen bildet eine Ausnahme, indem beide Dornen desselben schmal und spitz sind. Zuweilen scheint auch der vordere Dorn des Lappens verzweigt zu enden, indem er ebenfalls mit kleinen Dornen geziert ist, welche jedoch immer kleiner sind und in geringerer Anzahl auftreten, als auf dem hin­teren Dorn dieses Lappens. Die, die Lappen bildenden Dornen sind flach, mit ihren Spitzen nach vorn und schwach nach oben gebogen. Die letzten

Next

/
Thumbnails
Contents