Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAT TNA D. UNG. TERTIÄRS. Ich saramelte aus dem Kis-Svábhegyer Nummulitenkalk nur ein mangelhaftes Exemplar dieser Art, welches nur aus dem hinteren rechten Theil des schwach convexen Cephalothorax besteht, an welchem man aber auch den Urogastrallobus, sowie den Posterio-Branchiallobus deutlich sieht, während nur ein kleiner Theil der Antero-Brancliialregion vorhanden ist. Auch die vier, mehr oder minder abgebrochenen dornartigen Fortsätze des Hinterrandes sind gut sichtbar. Die Sculptur des vorhandenen Cephalo­thoraxtheiles, sowie die Lagerung und Stärke der Furchen zwischen den einzelnen Regionen stimmen vollkommen mit dem Typus überein. Fundort : Diese interessante Gattung und Art, welche von BITTNER aus dem Tuffe des Ciuppioberges bei St.-Giovanni-Ilarione beschrieb, war nur von dort in einigen Exemplaren bekannt, bis ich ein Exemplar in dem Nummulitenkalk des Kis-Sväbhegy fand. 9. Phrynolambrus corallinus BITTNER. 1893. Phrynolambrus corallinus BITTN. Decapoden des pannonischen Tertiärs. P. 19. Tab. II. Fig. 3. 1X93. Phrynolambrus corallinus KOCH. Recension. P. 161 et 163. Ich sammelte aus dem Nummulitenkalk des Kis-Svábhegy mehrere Exemplare dieser interessanten Art, ein sehr schönes Exemplar derselben fand ich aber in der Sammlung der k. ungar. geologischen Anstalt. Diese Art lässt sich an den an der Branchialregion vorhandenen und gegen rückwärts gerichteten Hörnchen unter allen Gattungen leicht erkennen. Die detaillirte Vergleichung überzeugte mich davon, dass sie der Vertreter einer aus­gezeichneten neuen Gattung sei. BITTNER kam mir jedoch in deren Be­schreibung zuvor und so ist meine Mittheilung nur insoferne von Interesse, als sie die Beschreibung BITTNER'S bestätigt und diese interessante Gattung und Art, welche bisher nur aus dem Kolozs-Monostorer «Bryozoen­schichten» bekannt war, von einem neuen Fundort bekannt macht. Der Stirnrand fehlt, ebenso auch der untere Theil des Panzers mit den Extremitäten. Da die zwei oberen Schichten der Schale an den meisten Stellen fehlen, sind bei meinen Exemplaren die Höcker sehr stark. Meine Exemplare sind kleiner als die von Kolozs-Monostor, da die Breite des unversehrtesten Exemplares 32 mm, die Länge dagegen 27 mm beträgt, während nach den BITTNER'schen Zeichnungen die Dimensionen der Kolozs-Monostorer Exemplare 58x43 mm sind. Es sind daher beide ge­meinsame Arten des Kis-Svábhegyer Nummulitenkalkes und des Kolozs­Monostorer «Bryozcenmergels» , nämlich Calappilia dacica BITTN. und Phrynolambrus corallinus BITTN. an meinem Fundorte bedeutend kleiner, 3*

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