Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)
1-2. szám
zerlosen Arten auch der Familien Asplanchnidae, Hydatinidae, Notommatidae u. A. In Anbetracht des Bäderorganes würde Cypridicola parasitica im allgemeinen an die Hydalinidecn und Notommatidecn erinnern, jedoch was die Lage des Eäderorganes betrifft, gleicht Cypridicola mehr den Albertia-Arten und Saccobdella Nebaliae, da auch bei diesen das Bäderorgan mehr an die Bauchseite gezogen ist. Bei Vergleichung des Muskel- und Nervensystemcs kommen wir darauf, dass Cypridicola parasitica den Arten der Notommatidecn und Hydalinidecn am nächsten steht, besonders in Anbetracht des Muskelsystèmes, da nur zwei, vom hinteren Ende des Körpers entspringende und bis zur Basis des Bäderorganes verlaufende Muskelfasern das ganze Muskelsystem darstellen, ähnlich wie bei vielen Arten der Familie Notommatidae. Auch bei den Synchaetidecn können wir in den vom Fuss bis zu den beiden Seiten des Bäderorganes laufenden Muskelfasern Analogie finden. Was die Lage des Nervensystemes betrifft, gleicht unsere Art sehr den Notommatidecn, aber der Umstand, dass aus den Gehirnganglien keine wahrnehmbaren Nerven entspringen, daher die bei den Rotatorien, besonders auch bei den Notommatidecn vorkommenden Seiten-Nerven fehlen, erinnert wieder an die Philodinideen. Die Vergleichung des Darmkanalos mit jenem anderer Eotatorien führt zu interessanten Ergebnissen. In Betreff der Abtheilungen des Darmkanales, sowie auch in histologischer Hinsicht, unterscheidet sich unsere Art ganz entschieden von den Philodinideen und Adinetideen und gleicht folglich mehr den übrigen Eotatorien. Die Wandung des Magendarmes bilden gut abgesonderte Zellen, wie dies bei den meisten Eotatorien zu erkennen ist, während bei den Philodinideen und Adinetideen statt der Zellen ein Syncicium mit eingestreuten Kernen vorhanden ist. (ZELINKA, Studien über Bäderthiere, I. p. 466, 486.) Der Kaumagen jedoch gleicht wieder vollkommen jenem der Philodinideen und Adinetideen, bei welchen die Kiefer in ihrer typischen Form als halbmondförmige, mit zwei-drei transversalen Zähnen versehene Eeibplatten erscheinen, während dieselben bei allen andern Eotatorien anders geformte cuticulare Leisten sind. Weiters ist auch die Function der Afteröffnung sehr interessant, da dieselbe, wie das schon im Vorigen beschrieben wurde, nur die Excremente und den Inhalt der contractilen Blase entleert, ähnlich wie bei den Familien Seisonidae, Philodinidae und Adinetidae, während bei allen übrigen Eotatorien die Afteröffnung entweder nur zur Entleerung der Geschlechtsproduete und des Inhaltes der contractilen Blase dient, oder ausserdem aush noch die Excremente entleert. In Betreff der weiblichen Geschlechtsorgane ist Cypridicola para-