Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

süica eine der interessantesten Eotatoria-Arten und besonders hervorzu­heben ist : 1. Die Gliederung, Lage und der innere Bau des Ovariums und auch die Entwickelung der Eier entspricht vollkommen jenen Eotatorien, welche L. PLATE erst «Ductifera», später « Monogononta» nannte und zu welchen mit Ausnahme der Philodinideen, Adinetideen und Seisonideen alle übrigen Botatorien gehören. 2. Durch das Vorhandensein einer besonderen weiblichen Geschlechts­öffnung wird Cypridicola parasitica aus der Gruppe der Monogononten ausgeschlossen ; anderntheils kommt dadurch Cypridicola in nähere Be­ziehung mit den Arten der Familie Seisonidae, welche in die Gruppe der Digononten gehört; dabei halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Cypri­dicola parasitica in dieser Hinsicht am nächsten zu Saccobdella Nebaliae steht, umsomehr, da auch diese Art ihre Eier ebenfalls am Stiele geheftet mit sich herumträgt. 3. Jene Drüsen, welche sich um die Geschlechtsöffnung und Eileiter gruppiren und entweder als umgestaltete Fussdrüsen nur die Substanz für die Eistiele und Eihüllen liefern, oder auch vielleicht zur Ernährung der Embryonen beitragen, sind jedenfalls sehr charakteristisch und sonst noch bei anderen Botatorien nicht constatirt worden. Dies alles in Betracht gezogen glaube ich mit Becht behaupten zu können 1. dass Cypridicola parasitica nicht nur eine neue Art, sondern auch ein neues Genus repräsentirt. 2. Dass Cypridicola parasitica n. gen. n. sp. in Betreff der inneren Organe sowohl Eigenthümlichkeit der Monogononten, als auch der Digo­nonten darbietet, da diese Art besonders den Kaumagen und die Function der Afteröffnung in Betracht gezogen an die Familie der Philodinideen und Adinetideen erinnert, während sie wieder, was das Ovarium anbe­langt, den Monogononten zugestellt werden könnte und endlich, da sie eine eigene Geschlechtsöffnung besitzt, den Seisonideen ähnlich ist. Und wenn wir nun auch darauf achten, dass diese Art ganz eigentümlich verän­derte Fuss- oder Kittdrüsen besitzt, welche wie beschrieben wurde, ganz einem anderen Zweck dienen, so finden wir, dass unsere Art ganz isolirt in der Classe der Botatorien dasteht. Es ergibt sich daher die Frage von selbst, in welche Gruppe und in welche Familie unsere Art eingetheilt werden soll? Wenn wir die von PLATE bestimmte Grundlage annehmen, so müssen wir Cypridicola parasitica, das Ovarium betrachtend, in die Gruppe der Monogononten setzen. Da wir jedoch in dieser Gruppe keine einzige solche Familie, Gattung oder Art kennen, deren Kiefer halbmondförmig wären, deren Afteröffnung nur zur Entleerung des Darm- und contractilen Blasen­inhaltes diente, da eine selbstständige Geschlechtsöffnung vorhanden, da

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