Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

dieselben einfache glatte Muskelfasern sind, wie sie überhaupt bei Eota­torien vorkommen. Das Nervensystem konnte ich nur in seinen centralen Theilen con­statiren und zwar fand ich über dem Schlund gelegen das Ganglion, wel­ches, wie bei den meisten Eotatorien, aber besonders bei den PJälodinideen und bei Notommata-Arten und deren Verwandten vorkommt, aus charak­teristischen, grossen, eiförmigen Zellen besteht und keinen Nerven Ur­sprung gibt. (Taf. I. Fig. 9. g.) Jede dieser Zellen enthält einen grauen, körnigen Zellkern mit Kernkörperchen ; alle die Zellen scheinen nur an­einander gehäuft zu sein. (Taf. I. Fig. 7.). Wie schon erwähnt, konnte ich gar keine Nervenfäden auffinden, auch die Seitennerven nicht, welche wie bekannt ist, bei vielen anderen Rotatorien, besonders bei den Philodinidcen immer fehlen, während sie bei anderen Arten ständig vorkommen. Von den Sinnesorganen konnte ich kein einziges auffinden und doch nehme ich es als sehr wahrscheinlich an, dass ein Organ für Lichtempfin­dung auch bei Cypridicola parasitica vorhanden ist, da dieses Organ bei den Rotatorien im allgemeinen, mit nur sehr wenigen Ausnahmen, vor­handen ist. Der Umstand, dass der Spiritus das Pigment löste, erschwerte jedoch das Auffinden derselben. B) Der DarmJcanal. Wie im allgemeinen bei den Rotatorien, bei den freilebenden ebenso wie bei den parasitischen Formen, der Darmkanal vollkommen entwickelt ist, so finden wir das auch bei Cypridicola parasitica. Wir erkennen die Mundöffnung, den Schlund, den Kaumagen, den Magen- und Enddarm ; auch die Afteröffnung ist gut zu unterscheiden. Wie im allgemeinen bei den Rotatorien, zieht auch hier der Darm in der Mittellinie des Körpers über den Ovarien. Die Mundöffnung selbst konnte ich nicht sehen, doch in Betracht gezogen, dass bei allen anderen Rotatorien die Mundöffnung in der Mitte des Räderorgans oder an dessen ventraler Seite liegt und da wir die ver­muthliche Lage des Räderorganes schon aus dem vorigen kennen : glaube ich behaupten zu können, dass bei dieser Art die Mundöffnung ebenfalls im inneren Raum an der ventralen Seite des Räderorganes liegt, wodurch wir an Notommata-, Pleurotrocha-, Proales-, Sacobdella-Axten u. A. erinnert werden. Auch die eigentliche Schlundpartie konnte ich nicht sehen ; doch bin ich überzeugt davon, dass dieselbe nicht fehlt. Es würde vielleicht genügen darauf hinzuweisen, dass eine Schlundpartic jeder bekannten Rotatorien­Art zukommt, doch kann ich meine Ansicht noch dadurch bekräftigen, dass bei Cypridicola parasitica der Kaumagen von der Mundöffnung

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