Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)
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ziemlich entfernt liegt, in Folge dessen eine Schlundpartie, und zwar eine ziemlich langgestreckte, jedenfalls vorausgesetzt werden muss. Der Kaumagen ist eines der charakteristischen Organe von Cypridicola parasitica. Wir würden, da wir den äusseren Bau, das Bäderorgan und überhaupt die ganze Organisation dieser Art kennen, voraussetzen müssen, der Kaumagen gleiche jenem der Arten von Notommata, Pleurotrocha, Proales, Diglena etc. — und doch stimmt er mit jenem der PJiilodinideen überein. Der Kaumagen unserer Art ist nämlich dreilappig und seine Kiefer sind halbmondförmig wie z. B. bei Rotifer, Philodina, Callidina u. A. Der Hauptteil der Kiefer ist die halbmondförmige cuticulare Kieferplatte, deren oberes Ende viel stumpfer als das untere ist, welches mehr spitz zulauft. Der äussere gebogene Band verläuft glatt, während der innere in der Mitte erhoben ist, da an die zwei Hauptzähne sich noch zwei kleine zahnartige Höckerchen schliessen. Der Innenrand besteht aus zwei dickeren cuticularen Leisten, welche an ihren Enden aneinander stossen, deren innere schwach gebogen und deren äussere doppelt gebogen erscheint. (Taf. L, Fig. 1.) Die beiden Kauzähne ziehen parallel in der Mitte des Kaufläche in transversaler Richtung, von einander durch ein vertieftes Feld getrennt ; ihre inneren Enden, wie ich dies schon erwähnte, erscheinen als kleine Höckerchen an der inneren Leiste. Ausser den zw r ei Hauptzähnen sind in der ganzen Ausdehnung der Kauplatte mit einander und mit den Hauptzähnen parallel ziehende scharfe Linien in gleichen Entfernungen zu sehen, welche wahrscheinlich Nebenzähnen (Taf. I. Fig. 1.) entsprechen. Vom Kaumagen führt gewiss nur eine kurze Speiseröhre in den Magendarm; ich konnte dieselbe zwar nicht genau untersuchen, aber sie ist ein niemals fehlender Teil des Darmes der Rotatorien, welcher Teil manchmal kürzer, bei andern Arten aber länger ist. Der Magendarm ist ein einfacher Schlauch, welcher sich nach hinten verjüngt, und ohne Einschnürung in den Enddarm übergeht. Die Magendarm wand wird durch die grossen Magenzellen gebildet, wie solche für die Rotatorien überhaupt charakteristisch sind ; in jeder Zelle sehen wir einen ziemlich grossen Kern ; der Inhalt derselben ist ein grauliches, granulirtes Protoplasma ohne Farbstoffe. Der Enddarm bildet die direkte Fortsetzung des Magendarmes und wir können denselben nur durch seine histologischen Unterschieden erkennen. Wir finden in seiner Wandung nämlich keine Zellen, sondern kleinere und grössere Körperchen und gegen das Ende desselben convergirende Fasern (Taf. I. Fig. 9.). Die Afteröffnung liegt am hinteren Körperende, etwas gegen die Bauchfläche gezogen. Es ist das eine einfache Öffnung, welche sich nur